„Amateure“: Verstappen ätzt

Der Streit um die Track Limits in der Formel 1 eskaliert weiter. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Nach den Kontroversen in Österreich und Frankreich gibt es in Ungarn beim dritten Qualifying in Folge heftige Diskussionen um die Auslegungen der Track Limits. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

In Q2 wurde die Zeit von Sergio Perez wegen des unerlaubten Verlassen der Strecke in Runde fünf zunächst gestrichen. Nach dem erneuten Sichten der Bilder wurde die Zeit jedoch wieder anerkannt. Anders lief es bei Pierre Gasly, der in Q1 ausschied und sich im Anschluss wunderte, dass man in der besagten Kurve überhaupt eine solche Strafe bekommen kann.

Diese Posse sorgt bei Max Verstappen für Unverständnis. „Gestern Abend haben sie über die Kurve 13 geredet. Die gestrichelte Linie war die Streckenbegrenzung am Kurvenausgang. Aber es gab einen Randstein und eine weiße Linie daneben, was für mich persönlich die Streckenbegrenzung ist“, sagte der Niederländer.

Er wird dabei sehr deutlich: „Wir haben so viele dumme Kleinigkeiten, die es auch für sie schwieriger machen, zu kontrollieren.“

Verstappen kritisiert FIA für fehlende Kritikfähigkeit

Um diese Thematik zu beheben, hat der WM-Führende dem Weltverband FIA seine Hilfe angeboten, „aber man hat uns nicht angehört, und für mich ist das extrem frustrierend.“ Vielmehr schildert er: „Ich möchte nicht mit ihnen kämpfen, ich möchte nur Ratschläge geben. Aber es sieht so aus, als sei es ihnen egal.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Deswegen meint der 24-Jährige sogar: „Für mein Empfinden schauen sie auf uns, als wären wir irgendwelche Amateure. Und das ist nicht korrekt, finde ich.“

Mit seinem Frust ist Verstappen nicht alleine. Auch der betroffene Perez nannte das Hin und Her um seine gestrichene Runde als „chaotisch“ und fordert daher eine Änderung des Systems: „Wir müssen uns das anschauen und sehen, wie wir es besser machen können, um etwas mehr Konstanz zu haben.“

Das wünscht sich auch Kevin Magnussen: „Es ist sehr frustrierend, und ich weiß nicht, warum sie es so machen. Ich sehe nicht, wer davon etwas hat.“

Einen Vorschlag hat Verstappen bereits, wie man die Problematik lösen kann. „Wir könnten uns selbst einen Gefallen tun und es uns deutlich einfacher machen, indem wir einfach etwas Kies an den Ausgang oder so machen“, erklärt er.

Hintergrund der Idee ist die für die Fahrer nur schwer zu sehende weiße Linie. „Natürlich sagen dann Leute, ja, wir sollen einfach innerhalb der weißen Linie bleiben, aber das ist einfacher gesagt als getan“, erläutert der Titelverteidiger.

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