Applaus beim Gegentor: Chape besiegt "Bruder" Atletico Nacional

Chape gewinnt das Finalhinspiel gegen den "Bruder" aus Kolumbien und erspielt sich gute Chancen für das entscheidende Rückspiel.

Getragen von Momenten des Gedenkens an die Opfer der Flugzeugtragödie und der Danksagung an Kolumbien hat der brasilianische Erstligist Chapecoense mit einem 2:1 (1:0) gegen Atletico Nacional aus Medellin die Hand nach dem südamerikanischen Supercup und damit seinem zweiten internationalen Titel ausgestreckt.

Beide Teams hätten eigentlich schon am 30. November des vergangenen Jahres ein Finale, das der Copa Sudamericana, bestreiten sollen. Die Maschine mit dem Chape-Tross stürzte jedoch kurz vor der Landung unweit von Medellin ab.

Die Region um Medellin hatte nach dem Unglück mit 71 Opfern uneingeschränkt Hilfe geleistet, der aktuelle Libertadores-Cup-Champion dem brasilianischen Team gar als letzte Ehrung den zweitwichtigsten kontinentalen Klubtitel überlassen. Vor dem Recopa-Hinspiel am Dienstag in Chapeco zeugten die 22 Spieler aber auch Solidarität mit der kolumbianischen Stadt Mocoa, in der eine Schlammlawine in der Nacht zu Samstag über 250 Personen unter sich begraben hatte.

Für das zweite Duell am 10. Mai in Medellin verschafften sich die Hausherren dank der Tore von Reinaldo (23./Handelfmeter) und Luiz Otavio (74.) einen Vorteil. Doch die über 20.000 Zuschauer in der Arena Conda applaudierten auch dem zwischenzeitlichen Ausgleich der als "Brüder" empfangenen und während des Tages mit zahlreichen Gesten geehrten Gäste durch Macnelly Torres (59.).

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