Aprilia will Haltbarkeit steigern: Bessere Strukturen und mehr Personal

André Wiegold

"Unser Team besteht aus sieben Personen", erklärt Aprilia-Teamchef Massimo Rivola gegenüber 'Motorsport-Total.com', als er zu den Technikschwierigkeiten seines Rennstalls in der MotoGP-Saison 2019 befragt wird. Der ehemalige Formel-1-Sportchef von Toro Rosso, Minardi und Ferrari sieht Handlungsbedarf und hofft auf weitere Investitionen in das Personal bei Aprilia.

"In den anderen Teams arbeiten 20 bis 40 Personen", so Rivola, der noch Nachholbedarf beim Thema Haltbarkeit sieht. "Wir müssen unbedingt weiter wachsen und ins Team sowie die Ressourcen investieren. Wir haben wirklich großartige Mitarbeiter an Bord, aber sie können nicht alles alleine machen."

Neben der Vergrößerung des Teams steht auch der Aufbau von verbesserten Strukturen bei Rivola ganz oben auf dem Zettel. Der ehemalige Formel-1-Sportchef weiß, wie Ferrari in der Königsklasse die Haltbarkeit der Fahrzeuge sichergestellt und es sich zum Ziel gemacht hat, Ausfälle zu minimieren. Solche Automatismen und klare Strukturen will er auch bei Aprilia etablieren, sodass nichts mehr dem Zufall überlassen ist.

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"Es geht auch um den Weg, wie wir arbeiten, und um die Strukturen und wie sie organisiert sind", erklärt er. "Wir müssen eine Checkliste haben, die abgearbeitet wird. Es geht auch um die mentale Einstellung, um Probleme zu vermeiden. Ja, wir haben zu wenig Leute, aber wir müssen trotzdem schauen, was wir daraus machen können."

Deshalb will Rivola dafür sorgen, dass das Team in Zukunft das Beste aus den gegebenen Ressourcen macht und den Nutzen für Aprilia maximiert. Danach will der Teamchef bei den Bossen anklopfen und nach mehr Budget für das Personal im MotoGP-Team kämpfen. "Vorher muss ich aber schauen, ob wir das ganze auch mit den vorhandenen Ressourcen schaffen können", stellt Rivola klar.

Mit Bildmaterial von LAT.

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