Argentinien bangt: Alle Infos zu Messis Sperre

Der Barca-Star fehlt Argentinien in der entscheidenden WM-Quali-Phase lange. Goal liefert alle wichtigen Infos zu Messis Sperre.

Lionel Messi wurde von der FIFA für eine Beleidigung des Linienrichters in der Partie gegen Chile vergangenen Freitag für vier WM-Qualifikationsspiele Argentiniens gesperrt. Das erste Match, in dem der Superstar seine Strafe absitzen musste, verlor die Albiceleste am Dienstagabend überraschend mit 0:2 in Bolivien.

Goal liefert alle wichtigen Infos zur Sperre Messis.

Messi erzielte beim 1:0-Erfolg über Chile zwar den Siegtreffer, in der zweiten Halbzeit kochte er jedoch vor Wut auf Emerson Carvalho, einen der Linienrichter. Jenen hatte der 29-Jährige daher offenbar heftig beleidigt.

"Verpiss dich, deine Mutter ist eine F*tze“, soll Messi Carvalho zugebrüllt haben. Nach Spielschluss verweigerte der Argentinier zudem den Handschlag mit dem Linienrichter.

Die Unparteiischen hatten jene Vorfälle am Montag nachträglich in ihren offiziellen Bericht an den südamerikanischen Fußballverband CONMEBOL eingefügt.

Die FIFA intervenierte, als unwiderlegbares Video-Material erschien, auf dem zu sehen ist, wie Messi in Richtung des Linienrichters schimpft. Die Disziplinarkommission des Weltverbandes verhängte die entsprechende Strafe mit Bezug auf die Artikel 77a) und 108 des Disziplinar-Kodex der FIFA.

Neben der Sperre für vier WM-Qualifikationsspiele muss Messi zudem eine Geldstrafe in Höhe von rund 9.200 Euro berappen.

Die erste Partie, die Messi versäumte, war der Auftritt der Argentinier in Bolivien am Dienstagabend, der ohne den Superstar prompt mit 0:2 verloren ging.

Zudem wird er beim Auswärtsspiel in Uruguay sowie den Partien gegen Peru und Venezuela vor heimischer Kulisse fehlen, sollte der Einspruch, den der argentinische Verband unmittelbar nach Verkündung der Strafe einlegte, nichts an deren Ausmaß ändern.

Erst am letzten Spieltag der südamerikanischen Qualifikation zur WM 2018 in Russland darf Messi dann wieder mitwirken, wenn die Albiceleste im Oktober nach Ecuador reist.

Selbstredend ist die Sperre des fünfmaligen Weltfußballers ein herber Verlust für die Elf von Trainer Edgardo Bauza.

Von den sechs Partien der laufenden Quali-Phase, in denen Messi mitwirkte, gewann Argentinien fünf, verlor lediglich gegen Brasilien und sammelte damit 15 Punkte.

In den mittlerweile acht Spielen ohne Messi fuhr die Albiceleste nur einen einzigen Sieg ein (1:0 in Kolumbien). Demgegenüber stehen vier Unentschieden und drei Niederlagen, somit wurden mickrige sieben von 24 möglichen Punkten geholt und dabei lediglich sechs Tore erzielt.

Zu den vier Teams, die sich direkt für das Turnier in Russland qualifizieren, gehört Argentinien nach dem 0:2 in Bolivien aktuell nicht. Die Albiceleste rangiert auf Platz 5, der zwei Playoff-Duelle mit dem Ozeanien-Vertreter bedeuten würde.

Der Vorsprung auf den Sechstplatzierten (Ecuador), der sich nicht für die WM qualifiziert, beträgt derzeit zwei Punkte.

Messis Verein Barcelona hat am Mittwoch ein offizielles Statement zur Sperre seines Superstars veröffentlicht.

Darin heißt es: "Der Klub sieht die Vier-Spiele-Sperre für den Argentinier als unfair und total unverhältnismäßig an. Der FC Barcelona will hiermit erneut seine Unterstützung für Leo Messi zusichern, der sich auf und außerhalb des Platzes stets als vorbildlicher Spieler in Sachen angemessenem Verhalten präsentiert.“

Cesar Luis Menotti, früherer Trainer von Argentinien und Barcelona, sagte: "Ich denke, vier Spiele sind Unsinn. Was Messi getan hat, war nicht so schlimm. Die Strafe ist übertrieben.“

Armando Perez, Vize-Präsident des argentinischen Fußball-Verbandes, äußerte sich dagegen verständnisvoller. "Wenn er sich ausfallend verhalten hat, sollte er genau wie jeder andere Spieler bestraft werden", sagte Perez gegenüber La Tercera. "Er sollte nicht anders behandelt werden, nur weil er der beste Spieler des Planeten ist."

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen