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"Das war bodenlos!" Zverev fassungslos nach Heimblamage

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"Das war bodenlos!" Zverev fassungslos nach Heimblamage
"Das war bodenlos!" Zverev fassungslos nach Heimblamage

Der Abschied sprach Bände!

Als Alexander Zverev völlig entsetzt den Platz verließ, hob er entschuldigend die Hände, um das Publikum um Verzeihung zu bitten. „Das war bodenlos, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte er kurz darauf noch immer fassungslos zu seinem demütigenden 3:6, 2:6 gegen den erst 18 Jahre alten Dänen Holger Rune in seinem Auftaktmatch beim ATP-Turnier in München.

Er wirkte wie ins Mark getroffen.

Was der Auftakt zu einer Wende in diesem bislang durchwachsenem Jahr hätte werden sollen, geriet zu einem Desaster - und Zverev, anscheinend mit den Tränen kämpfend, wusste nicht, wie er es erklären sollte. „Es tut mir leid für die Zuschauer, es tut mir leid für das Turnier“, presste der 25-Jährige hervor und nannte den Auftritt erneut „bodenlos“: „Das war mein schlechtestes Match in den letzten fünf, sechs, sieben Jahren.“

Alexander Zverev zeigt sich fassunglos nach der Niederlage

Die Zuschauer auf dem gut besuchten Centre Court des MTTC Iphitos waren in den 100 Minuten zuvor in der Tat aus dem Staunen kaum herausgekommen: Nicht Zverev, Weltranglistenvierter und die Nummer eins der Setzliste, bestimmte das Spiel. Vielmehr war es Rune, 70. der Weltrangliste und von Turnierdirektor Patrik Kühnen mit einer Wildcard ausgestattet, der mit Mut zum Risiko und präzisen Schlägen den völlig indisponierten Zverev durchweg schlecht aussehen ließ.

In seinem frechen Gegner sah Zverev jedoch nicht den Grund für seine deprimierende Niederlage. „Er ist ein guter Spieler, aber heute hätte ich gegen jeden aus dem Hauptfeld verloren.“

Entschuldigungen wollte er nicht vorbringen: „Wenn man jetzt nach Ausreden sucht, ist man nicht der schlaueste Mensch auf der Welt.“ Nur eines vielleicht noch: „Ich war unglaublich nervös, nach so langer Zeit wieder vor deutschem Publikum zu spielen.“

Formsuche vor French Open

Nach durchwachsenen Monaten hatte Zverev in München durchstarten wollen. Vor dem Turnierauftakt versicherte er sogar: „Ich bin mit dem Gefühl hier, dass sich vieles ändern kann und ich das beste Jahr meines Lebens haben werde.“

Stattdessen muss er seine Form suchen im Hinblick auf die beiden Masters in Madrid und Rom - und vor allem die French Open in Paris, die am 22. Mai beginnen.

Zverev räumte ein, dass er trotz intensiven Trainings bereits seit dem vergangenen Freitag nicht wie erhofft in Schwung gekommen sei. „Ich habe nicht so richtig meinen Rhythmus gefunden in den letzten Tagen.“

Holger Rune überzeugt im Juniorenbereich

In der Tat war er dabei auch immer wieder bei Diskussionen mit seinem neuen Trainer Sergi Bruguera zu beobachten gewesen. Aber, betonte er, so schlecht wie er nun spielte, „habe ich nicht trainiert“.

Bei kühler Witterung wurde Zverev, der unter einem blauen ärmellosen Shirt ein schwarzes mit langen Ärmeln trug, von seinem frechen Gegner beinahe vorgeführt.

Rune, der 2019 bei den Junioren die French Open gewonnen hatte und auch die Nummer eins der Weltrangliste war, machte von Beginn an Druck, Zverev spielte unter anderem „ohne Vorhand“. Den Platz verließ er mit gesenktem Haupt - aber mit einem guten Gespür für die Situation auch mit der Bitte um Vergebung.

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