Aufregung um Lewis Hamilton am Start in Imola: Darum ging's!

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 2 Min.

Lewis Hamilton steht neben seinem Auto, die Mechaniker stürzen sich auf seinen Sitz. Weil etwas kaputt gegangen war? Diese Frage stellte sich unmittelbar vor dem Imola-Grand-Prix am vergangenen Wochenende. Und nun hat Mercedes aufgeklärt: Es musste nichts repariert, sehr wohl aber nachjustiert werden.

Andrew Shovlin als leitender Renningenieur sagt in einem Mercedes-Video: "Es gibt Strecken, vor allem welche mit ein paar Hügeln und Kuppen, da ist die Sicht [aus dem Cockpit] nicht besonders gut. Da entscheiden die Fahrer manchmal, sie wollen etwas höher sitzen."

"Normalerweise sitzt man so tief wie möglich, um den Schwerpunkt niedrig zu halten. In Imola aber hatte Lewis seinen Sitz für das Freie Training etwas angehoben. Im Qualifying hat er es so belassen. Bei seiner Fahrt in die Startaufstellung aber entschied er, den Sitz wieder niedriger zu machen."

Ein Ersatzsitz lag schon bereit

Also musste die Mercedes-Crew kurz vor Rennstart noch einmal an den Sitz ran. "Die Jungs holten Lewis aus dem Auto, zogen den Sitz heraus, überprüften alle Verbindungen. Als Lewis wieder drinsaß und angeschnallt war, hielt alles für das gesamte Rennen." Zuvor habe die Konstruktion noch leicht gewackelt, meint Shovlin.

Er versicht aber: "Es war kein großes Problem und sicherlich wirkte es schlimmer, als es eigentlich war. Zur Sicherheit hatten wir jedoch jemanden mit einem Ersatzsitz in die Startaufstellung geschickt - für den Fall, dass wir nicht alles wieder in die Ausgangsposition zurückbringen könnten."

Das Back-up wurde aber nicht gebraucht: Hamilton bestritt den kompletten Grand Prix in Imola ohne Einschränkung und gewann das Rennen.

Mercedes besiegelte damit zugleich den Triumph in der Formel-1-Konstrukteurswertung 2020 und auch den Gewinn des Fahrertitels, weil nach Imola nur noch Hamilton oder sein Teamkollege Valtteri Bottas Weltmeister werden können.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.