Aus dem Schlafzimmer in die Sportarena: Erste Kissenschlacht-Meisterschaft in den USA

·Freie Autorin
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Eine ungeschriebene Regel des US-amerikanischen Lebens besagt, dass die verrücktesten Geschichten und Ideen aus Florida kommen. Kein Wunder also, dass ausgerechnet dort nun eine neue Sportart ihren Ursprung findet: Kissenschlacht.

Kissenschlachten kennt fast jeder aus der Kindheit - nun soll daraus eine Kampfsportart werden (Symbolbild: Getty Images)
Kissenschlachten kennt fast jeder aus der Kindheit - nun soll daraus eine Kampfsportart werden (Symbolbild: Getty Images)

"Pillow Fight Championship" - oder kurz: PFC - nennt sich das Event, das am vergangenen Samstag erstmals via Streamingdienst FITE ausgestrahlt wurde. Und das ist genau das, wonach es sich anhört: eine Kissenschlacht, wie man sie so oder so ähnlich schon aus seinen Kindertagen kennt.

Genau das macht die Kissenschlacht laut PFC-Gründer Steve Williams, einem US-Unternehmer, so prädestiniert für eine professionelle Sportart. Schließlich sei jeder mit der grundlegenden Prämisse vertraut. "Kissenschlacht ist eine Sache, die jeder auf der Welt schon mal irgendwie gemacht hat, und das wahrscheinlich seit Jahrhunderten", erklärte er dem "Stern". "Es gibt nicht so viele Sportarten auf der Welt, die in nur wenigen Monaten vor den Augen der Zuschauer entstehen." Außerdem, wie er hinzufügt: "Es macht einfach Spaß."

Von wegen Kinderspiel: PFC ist eine gepolsterte Version von Mixed Martial Arts

Allzu kindlich geht es im Ring allerdings nicht zur Sache, wie die erste Meisterschaft am Samstag zeigte. "Es ist nichts, bei dem man zuschaut, lacht und Federn fliegen sieht", sagte Williams Reuters. "Es geht hart zur Sache, und die speziellen Kissen werden eigens hergestellt."

Es handelt sich dabei um Kissen aus Ripstop-Nylon in verschiedenen Stärken, die ein fantastisches Geräusch machen würden, wenn sie den Gegner treffen. Bei der Meisterschaft gab es Kämpfe nach Punkten in drei Runden von je 90 Sekunden.

Williams verglich seine neue Sportart mit Mixed Martial Arts, einer besonders harten Kampfsportart. Im Vergleich dazu sei seine gepolsterte Version allerdings weitaus familienfreundlicher. Denn dank der Kissen würden die Verletzungen, die bei MMA alltäglich sind, ausbleiben. "Die Kämpfer wollen sich nicht verletzen, und es gibt viele Menschen, die kein Blut sehen wollen. Sie wollen einfach einen guten Kampf sehen, ohne dass es zu gewalttätig wird."

Hat Kissenschlacht das Zeug zum Profisport?

Ein weiterer Vorteil: Jeder Fan könne die Kämpfe zu Hause sofort nachstellen, wie Williams dem "Stern" erklärt. Ob er seine große Investition in das Projekt - laut dem Sender CNBC 350.000 Dollar (rund 312.000 Euro) - bei dem Streaming-Event am Samstag wieder reingeholt hat, ist nicht bekannt.

Doch er hofft auf Massentauglichkeit des neuen Sports. "Man kann es als alternative Sportart bezeichnen, aber ich glaube, sie hat das Zeug zum Mainstream", sagte er Reuters. Bleibt also abzuwarten, ob Kissenschlachten bald auch in den deutschen Sportarenen oder Boxringen abgehalten werden.

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