Nach Ausschreitungen: Präsident von Olympique Lyon fordert Rückspiel ohne Zuschauer

Die Partie zwischen den beiden Mannschaften wurde von gewalttätigen Ausschreitungen zwischen den Fan-Lagern überschattet. Lyon fordert Konsequenzen.

Vereinspräsident Jean-Michel Aulas vom französischen Europa-League-Teilnehmer Olympique Lyon hat nach den schweren Ausschreitungen im Viertelfinal-Hinspiel gegen Besiktas Istanbul (2:1) ein Rückspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefordert. "Das wäre eine angemessene und faire Lösung", sagte Aulas dem französischen Fernsehsender W9: "Ich hoffe, dass die UEFA jetzt die nötigen Schritte unternimmt. Ich denke nicht, dass man das Spiel nicht einfach so spielen kann."

Das Hochrisikospiel hatte am Donnerstag nach heftigen Krawallen erst mit 45-minütiger Verspätung begonnen. In Lyon herrschte bereits vor Spielbeginn Chaos. Hunderte Anhänger flüchteten während des Aufwärmens der Teams auf den Rasen, als sie aus dem Oberrang mit Pyrotechnik und Gegenständen beworfen wurden. Im Internet kursierten zudem Videos, auf denen die Ausschreitungen auf den Tribünen zu sehen waren.

Schon außerhalb des Stadions war es zu Krawallen gekommen, bei denen ein Ordner verletzt wurde. Das Rückspiel findet am Donnerstag (21.05 Uhr) in Istanbul statt.

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