Djokovics Anwälte legen Einspruch gegen drohende Abschiebung ein

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Australien hat das Visum von Tennis-Star Novak Djokovic erneut annulliert. Als Reaktion haben die Anwälte des Weltranglistenersten eine einstweilige Verfügung gegen dessen drohende Abschiebung beantragt.

Tennis-Star Novak Djokovic (AFP/Brandon MALONE)
Muss Novak Djokovic Australien verlasssen? (Bild: AFP/Brandon MALONE)

Im Tauziehen um die Einreise von Tennisstar Novak Djokovic nach Australien haben die Anwälte des Weltranglistenersten eine einstweilige Verfügung gegen dessen drohende Abschiebung beantragt. Anwalt Nick Wood forderte am Freitag bei einer Dringlichkeitsanhörung des zuständigen Gerichts zudem, dass sein Mandant während des Verfahrens nicht in Abschiebehaft genommen wird. 

Djokovic bleibt im Land, bis eine Entscheidung getroffen wird

Zuvor hatte Australien das Visum des nicht gegen das Coronavirus geimpften 34-Jährigen ein zweites Mal annulliert; ihm droht die Abschiebung und eine dreijährige Einreisesperre. Er habe aus "Gründen der Gesundheit und der öffentlichen Ordnung" gehandelt, teilte der Einwanderungsminister Alex Hawke mit. Djokovic drohte endgültig die am Montag beginnenden Australian Open zu verpassen.

Ein Regierungsanawalt sagte bei der Anhörung, der Tennisstar werde nicht abgeschoben, bis die Justiz über den Fall entschieden hat. Djokovic bleibe bis zu einer für Samstagmorgen angesetzten Befragung durch die Einwanderungsbehörde zudem auf freiem Fuß, sagte der Rechtvertreter der Regierung, Stephen Lloyd.

Grenzbeamte erkannten die Ausnahmegenehmigung nicht an

Der ungeimpfte serbische Tennis-Star war mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung zu den Australian Open eingereist, doch hatten Grenzbeamte ihm die Einreise verweigert, weil er keinen Corona-Impfnachweis vorlegen konnte und sie seine Ausnahmegenehmigung nicht anerkannten. Djokovics Anwälten zufolge war die Genehmigung nach dem positiven Corona-Test vom 16. Dezember von zwei unabhängigen medizinischen Gremien abgesegnet worden.

Djokovics Team hatte gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt. Ein Gericht ordnete am Montag dann wegen eines Verfahrensfehlers die sofortige Freilassung des Weltranglistenersten aus einem Abschiebehotel an. Seitdem trainierte er in Melbourne für das anstehende Turnier. Die australische Regierung erklärte jedoch, Djokovics Einreiseangaben nochmals zu überprüfen und ihm gegebenenfalls das Visum erneut zu entziehen.

Verpasst er die Australian Open?

"Wir sind sehr besorgt wegen der Zeit", sagte Anwalt Wood am Freitag angesichts der am Montag beginnenden Australian Open, die der derzeit weltbeste Tennisspieler zu verpassen droht. Bei dem Turnier will Djokovic seinen Titel verteidigen und sich mit seinem 21. Grand-Slam-Sieg zum alleinigen Rekordhalter krönen.

(mkü/ck, mit dpa)

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