Auto enteisen: So geht’s am besten

Ann-Catherin KargFreie Journalistin

Zu den harten Zeiten des Winters gehören nicht nur die wenigen hellen Stunden und die ewig kalten Füße, sondern vor allem auch das Enteisen der Autoscheiben vorzugsweise am frühen Morgen. Dafür gibt es verschiedene Varianten, von denen längst nicht alle empfehlenswert sind.

Gefrorene Autoscheiben sind immer ein Problem, besonders am frühen Morgen, wenn Sie schon spät dran sind. (Bild: Getty Images)
Gefrorene Autoscheiben sind immer ein Problem, besonders am frühen Morgen, wenn Sie schon spät dran sind. (Bild: Getty Images)

Eines vorneweg: Auch, wenn es zeitraubend ist und nervt, sollte man nie der Verlockung erliegen, vereiste Autoscheiben nicht ganz zu enteisen und stattdessen nur ein kleines Guckloch frei zu machen. Vor dem Losfahren sind Autofahrer verpflichtet, alle Scheiben komplett von Schnee zu befreien und frei zu kratzen, was auch für Außenspiegel, Lichter und Nummernschilder gilt. Wer das nicht macht, riskiert wegen mangelnder Sicht nicht nur einen Unfall, sondern auch ein Bußgeld. Wird man erwischt, werden 10 Euro fällig, wird man erwischt, weil man in einen Unfall verwickelt ist, sind es laut Bußgeldkatalog 35 Euro.

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Vorsicht mit dem Scheibenwischer

Wer seiner Scheibe nicht beim Splittern zuschauen will, sollte die Finger von heißem Wasser lassen, das auf die Scheiben gekippt wird. Ebenfalls nicht empfehlenswert sind Kredit- oder andere Karten, die man im Geldbeutel zwar immer parat hat, die aber die Scheibe zerkratzen und auch selbst kaputtgehen können. Zudem sollte man sich bei frostigen Temperaturen mit dem Scheibenwischer zurückhalten. Ist er an der Windschutzscheibe festgefroren oder liegt schwerer Schnee auf ihm, geht beim Einschalten schnell die Mechanik kaputt. Einfach den Motor laufen zu lassen und die Heizung aufzudrehen um dann abzuwarten, bis die Scheiben frei sind, ist aus Umweltschutzgründen auch nicht empfehlenswert.

Enteiserspray ist effektiv

Wer kratzen muss, sollte immer zum guten Eiskratzer greifen, der die Scheiben am meisten schont. Nachhelfen kann man allerdings, indem man die Autoscheiben mit Enteiserspray besprüht und das aufgetaute Eis dann schnell entfernt. Das Angebot ist genauso groß wie die Preisunterschiede, wobei in einem Test des ADAC zuletzt folgende Produkte gut abgeschnitten haben: Sonax Scheibenenteiser, Nigrin Scheiben-Entfroster und Aral Scheiben-Defroster. Billiger ist es, sich selbst einen Enteiser zusammenzumischen und in eine Sprühflasche zu füllen. Dafür braucht man Frostschutzmittel für die Scheibenwischanlage und normales Wasser in einem Mischverhältnis von 2:1.

Eine Wärmflasche hilft immer

Wer sein Auto direkt vor der Haustür stehen hat, kann auch eine oder zwei Wärmflaschen mit heißem Wasser füllen und so auf das Armaturenbrett legen, dass sie nicht die Windschutzscheibe berühren. Ungefähr eine halbe Stunde später kann man das Eis dann zumindest leichter abkratzen.

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Thermo-Scheibenschutz auflegen

Wer nicht befürchten muss, dass ihm ein Thermo-Scheibenschutz sofort geklaut wird, könnte sich einen solchen zulegen. Auf diese Weise wird meist verhindert, dass die Windschutzscheibe überhaupt erst zufriert. Schützt man das Autos zusätzlich mit einer Halbgarage, werden die Scheiben noch besser vor Frost geschützt.

Eine Standheizung hilft und ist bequem

Die wohl bequemste Variante ist eine Standheizung, wobei es mittlerweile auch mobile Innenraumheizungen für Autos gibt. Beim Kauf sollte man unbedingt auf einen automatischen Überhitzschutz achten und darauf, dass die Leistung der Heizung zur Größe des Autos passt. Gute Modelle gibt es ab ca. 80 Euro.

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