Avintia-Ducati bestätigt: Enea Bastianini und Luca Marini fahren 2021

Gerald Dirnbeck
·Lesedauer: 2 Min.

Das Avintia-Ducati-Team wird in der MotoGP-Saison 2021 mit zwei Italienern an den Start gehen. Wie der spanische Rennstall am Rande des Valencia-Wochenendes bestätigt hat, heißen die beiden Fahrer Enea Bastianini und Luca Marini. Damit ist klar, dass Tito Rabat seinen Platz verlieren wird.

Eigentlich hatte Rabat einen Vertrag mit Avintia-Teambesitzer Raul Romero für das nächste Jahr. Dann nahm Ducati im August Bastianini unter Vertrag und wollte den Italiener im zweiten Kundenteam platzieren, was angesichts eines freien Platzes kein Problem darstellte.

Da auch Marini bis zum Oktober eine starke Moto2-Saison fuhr und WM-Kandidat war, wurden die Bestrebungen seitens VR46 größer, auch den Halbbruder von Valentino Rossi in die Königsklasse zu befördern. Auch Ducati unterstützte diese Pläne.

Romero hatte festgehalten, dass VR46 für Marinis Platz bezahlen muss. Es sollen sich dabei um kolportierte eineinhalb Millionen Euro handeln. Genaue Summen wurden natürlich nicht bestätigt. VR46 wird das Moto3-Team einstellen, um Kosten zu sparen.

Luca Marini (li.) und Enea Bastianini (re.) kämpfen um den Moto2-WM-Titel

Luca Marini (li.) und Enea Bastianini (re.) kämpfen um den Moto2-WM-Titel<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Luca Marini (li.) und Enea Bastianini (re.) kämpfen um den Moto2-WM-TitelMotorsport Images

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Es ist unklar, wie es mit Rabat weitergehen wird. In der MotoGP ist für den Moto2-Weltmeister von 2014 in Zukunft kein Platz mehr. Sechs Top-10-Ergebnisse waren Rabats beste Resultate in knapp vier Jahren in der Königsklasse.

Avintia wird im nächsten Jahr die gleichen Ducati-Modelle wie aktuell für Rabat und Johann Zarco, der ins Pramac-Team wechselt, einsetzen. Dabei handelt es sich um die Desmosedici Jahrgang 2019 mit kleinen Modifikationen.

Mit der Bekanntgabe der Avintia-Fahrer für 2021 sind mit einer Ausnahme alle Plätze für das nächste Jahr besetzt. Das einzige Fragezeichen besteht nur noch bei Aprilia. Bis Mitte November soll es vom Internationalen Sportgerichtshof eine Entscheidung über die Dopingsperre von Andrea Iannone geben.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.