BVB-Bosse "haben sich wieder mal geirrt"

SPORT1
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Nach der neuerlichen 1:2-Pleite beim SC Freiburg droht Borussia Dortmund die Qualifikation zur Champions League zu verpassen - mehr als je zuvor in dieser Saison.

Doch was ist das Problem beim BVB, das auch nach dem Trainerwechsel nicht in den Griff zu bekommen ist?

"Die Vorhersehbarkeit des Dortmunder Spiels ist so eindeutig. Der Gegner kann sich inzwischen auf die Automatismen einstellen", sagte Heribert Bruchhagen - Ex-Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt und des Hamburger SV - im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1: "(Marco) Reus und (Julian) Brandt sind nicht mehr die beiden Spieler, die sie noch vor ein paar Jahren waren – das ist ja nun offenkundig. Darunter leidet dann jeder Trainer."

Bruchhagen glaubt, dass auch Lucien Favre daran Schuld trägt: "Die Berechenbarkeit des Dortmunder Spiels hat ihre Ursache in den Trainingsformen und auch in dem, was sich Favre darunter vorgestellt hatte. Ich würde Favre nicht selig sprechen. Er hat an der jetzigen Entwicklung auch seinen Beitrag geleistet."

Babbel sieht "Disziplinproblem"

"Es ist immer wieder ein Disziplinproblem da", sagte Markus Babbel. Der Ex-Profi von Bayern und Liverpool und ehemalige Hertha-Coach glaubt, dass die Mannschaft "nicht bereit" sei, auch "als Mannschaft zu arbeiten" und die "Vorgaben umzusetzen".

Dass das Team des BVB nicht trainierbar ist, davon geht Babbel allerdings nicht aus: "Da ist jetzt die Frage, wie man den Schalter umlegt. Was ich nicht verstehe: (Thomas) Tuchel und Favre als die beiden erfolgreichsten BVB-Trainer der letzten Jahre haben nie die Anerkennung bekommen, die sie verdient hatten."

SPORT1-Experte Marcel Reif ist der Meinung, dass sich die Verantwortlichen der Borussia in Edin Terzic "wieder mal geirrt" haben.

"Aber was machst du jetzt?", warf Reif die brennende Frage im CHECK24 Doppelpass in den Raum: "Holst du jetzt den Feuerwehrmann für den Feuerwehrmann für den Feuerwehrmann und stellst fest, dass der Kader nicht funktioniert? Das ist eine schicke kleine Aufgabe. Und wenn du jetzt Platz vier nicht schaffst – dann hast du Feuer unterm Dach."

Wenn nun die internationalen Einnahmen fehlten, "wird es enorm wehtun", macht Bruchhagen klar: "Auf Dauer mit dem zweithöchsten Lizenzspieler-Kader in Deutschland sind sie darauf angewiesen, nicht nur international, sondern auch Champions League zu spielen."