Bach legt Kranz in Hiroshima nieder

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Bach legt Kranz in Hiroshima nieder
Bach legt Kranz in Hiroshima nieder

IOC-Präsident Thomas Bach hat am Freitag in der japanischen Stadt Hiroshima in Gedenken an die Opfer des Atombombenabwurfs im Zweiten Weltkrieg einen Kranz niedergelegt - an dem Tag, an dem die Olympische Waffenruhe in Kraft trat.

Diese gilt bis zum 12. September, eine Woche nach Abschluss der Paralympischen Spiele. Dieser Waffenstillstand ist eine Tradition, die in den Zeiten der Olympischen Spiele der Antike ihren Ursprung hat.

Bach stattete nach der Kranzniederlegung im Friedenspark auch dem Friedensmuseum einen Besuch ab. Begleitet wurde der oberste Olympier unter anderem vom Japaner Fumiaki Kajima, einem der Überlebenden der grauenhaften Tat der US-Amerikaner.

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Begleitet wurde der Besuch Bachs von Protesten einer Bürgerbewegung, die sich mit Schildern und Transparenten vor dem Peace Memorial Park versammelt hatten. Die Initiative hatte in der vergangenen Woche eine Online-Petition gestartet und Bach aufgefordert, seinen Besuch an der historischen Stätte abzusagen. Bis Freitagmorgen hatten 70.000 Personen die Petition unterschrieben.

Die Bewegung protestierte gegen die Austragung der Olympischen Spiele inmitten der Pandemie. Dies sei eine "Missachtung der Gesundheit und des Lebens der Menschen" und zeige, dass die Spiele kein "Fest des Friedens" seien. (Alles Wichtige zu Olympia)

In seiner Ansprache wies Bach jedoch erneut darauf hin, dass die bevorstehenden Spiele in Tokio ein "Leuchtturm der Hoffnung" auf eine friedlichere Zukunft sein würden. Sein Besuch in Hiroshima bekräftige die "Friedensmission in der olympischen Bewegung" und rufe zu mehr Solidarität innerhalb und zwischen den Gesellschaften auf. "Ohne Solidarität gibt es keinen Frieden", sagte Bach.

Hiroshima hatte am 6. August 1945 traurige Berühmtheit erlangt. An jenem Tag warfen die USA am Ende des Zweiten Weltkriegs eine Atombombe (Codename Little Boy) über der Stadt ab, es war die erste, die jemals in einem Krieg verwendet wurde. Drei Tage später folgte ein zweiter Abwurf in Nagasaki. Insgesamt weit über 200.000 Menschen starben direkt oder an den Folgeschäden.

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