Baerbock droht bei russischer Invasion Ende von Nord Stream 2 an

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(Bloomberg) -- Einen Tag vor ihrem Antrittsbesuch in Moskau hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock der russischen Führung mit harten wirtschaftlichen Konsequenzen im Falle eines Einmarsches in der Ukraine gedroht.

Insbesondere mit Blick auf das umstrittene Pipeline-Projekt Nord Stream 2 stellte Baerbock Konsequenzen in Aussicht. Das Projekt besitze auch “geostrategische Implikationen”, sagte die Außenministerin am Montag nach einem Treffen mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmytro Kuleba. “Sonst würden wir ja nicht dauernd darüber sprechen”, so die Grünen-Politikerin.

Sollte es von russischer Seite im Ukraine-Konflikt zu “weiteren Eskalationen” kommen, werde man gemeinsam mit der EU und den USA “entsprechende Maßnahmen ergreifen”, sagte Baerbock mit Blick auf das Projekt.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Nord Stream 2 als privatwirtschaftliches Vorhaben bezeichnet und offen gelassen, welche Auswirkungen eine russische Invasion hätte. Seine beiden Koalitionspartner, Grüne und FDP, stehen dem Projekt dagegen weitaus kritischer gegenüber.

Baerbock wird noch im Laufe des heutigen Tages von Kiew nach Moskau weiterfliegen, wo sie morgen mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow zusammentrifft.

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