Basketball: Siegesserie der Ulmer Überflieger gerissen

Nach 27 Spielen ist die Siegesserie von Bundesligist ratiopharm Ulm gerissen. Trainer Thorsten Leibenath war an der ersten Saisonpleite nicht ganz unschuldig.

Nach 27 Spielen ist die Siegesserie von Bundesligist ratiopharm Ulm gerissen. Trainer Thorsten Leibenath war an der ersten Saisonpleite nicht ganz unschuldig.

Die "Unbezwingbaren" hat es nun doch erwischt: Nach 27 Siegen ist die historische Erfolgsserie der Ulmer Überflieger in der Basketball-Bundesliga gerissen. Die Schwaben kassierten durch das 68:83 (36:33) zu Hause gegen Bayern München die erste Saisonniederlage, bei den Fans hielt sich die Enttäuschung jedoch in Grenzen. "Die Nummer eins, die Nummer eins im Land sind wir", skandierten die Anhänger noch in der Schlussminute der Partie.

Und sie hatten recht. Ratiopharm Ulm thront weiterhin mit 52:2 Punkte auf Platz eins der Tabelle. Das konnte Trainer Thorsten Leibenath aber kaum beruhigen. Der 42-Jährige war an der ersten Saisonniederlage nicht ganz schuldlos. Am Ende des dritten Viertels war er wegen eines zu heftigen Protests gegen eine Schiedsrichterentscheidung des Innenraums verwiesen worden. Ulm kassierte deswegen zwei zusätzliche technische Fouls, die Münchner nutzten die Situation zum Führungswechsel und zum viertelübergreifenden 17:2-Lauf.

"Der Rauswurf hat uns das Momentum gegeben", sagte Bayern-Center Devin Booker. Ulms Point Guard Per Günther machte seinem Trainer jedoch keinen Vorwurf: "Das geht auf unsere Kappe. Wir dürfen keine 15 Punkte im letzten Viertel abgeben, auch wenn ein Affe mit Trillerpfeife bei uns die Fäden ziehen würde."

Bayern ohne Hoffnung auf Platz 1

Die Münchner machen sich auf Rang drei (48:6) trotz des verdienten Sieges im direkten Duell keine Hoffnungen mehr, die Ulmer vor dem Start der K.o.-Spiele noch abzufangen. "Dass wir den ersten Platz in der Hauptrunde erreichen können, glaube ich nicht", sagte Bayern-Trainer Alexandar Djordjevic. Der Sieg sei dennoch wichtig für das Selbstvertrauen gewesen: "Es ist sehr befriedigend, so gut gegen den Top-Favoriten der Bundesliga aufgetreten zu sein."

Den Sieg verdiente sich der Ex-Meister aufgrund einer starken Defensive vor allem in der zweiten Halbzeit. Die Folge: Eine enttäuschende Trefferquote von nur 39 Prozent aus dem Feld für Ulm.

Morgan aus dem Spiel

Vor allem Raymar Morgan wurde von den Münchnern immer wieder zugestellt, so dass er seine Stärken nicht ausspielen konnte. Deshalb reichten auch die 23 Punkte von Topscorer Augustine Rubit nicht für den 28. Sieg hintereinander.

"Die erste Saisonniederlage ist natürlich kein schönes Gefühl. Wir haben uns an den Gameplan gehalten, nur die Würfe sind nicht so verlässlich gefallen, wie sie es sonst tun", sagte Ulms Co-Trainer Jesus Ramirez.

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