Wie eine Bayerin die Sprintsensation von Tokio plant

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Wie eine Bayerin die Sprintsensation von Tokio plant
Wie eine Bayerin die Sprintsensation von Tokio plant

Als im August 2018 Gina Lückenkemper bei der EM in Berlin die Silbermedaille über 100 Meter für das DLV-Team holte, schien ein neuer Stern in der deutschen Leichtathletik aufzugehen.

Die damals 21-Jährige rannte nicht nur schnell, sondern schloss sich auch mit ihrer extrovertierten Art in die Herzen der deutschen Fans.

Drei Jahre später ist Lückenkemper bei den Olympischen Spielen in Tokio nur als Ersatzfrau dabei – und mit Lisa Mayer musste eine weitere Hoffnung verletzungsbedingt abreisen.

Tristesse also im deutschen Team? Keineswegs, denn mit Tatjana Pinto und vor allem Alexandre Burghardt sprangen zwei Frauen in die Bresche, mit denen man im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet hatte.

“Hinten raus ist noch ein bisschen Luft”

Während sich Pinto mit schon starken 11,16 Sekunden für das Halbfinale qualifizierte, ließ Burghardt mit ihrer Zeit von 11,08 Sekunden sogar sämtliche Konkurrentinnen in ihrem Lauf hinter sich.

Dabei haderte die bayerische Athletin der LG Wacker Burghausen sogar noch mit ihrem Rennen. “Technisch war der Lauf nicht ganz so gut. Ich hatte ein, zwei komische Schritte am Start”, sagte sie. “Die Pick-up-Phase war dann ganz gut und hinten ist auch noch ein bisschen Luft.”

Der 27-Jährige, die vor einigen Wochen mit 11,01 Sekunden ihre Bestzeit lief, ist nun sogar das olympische Finale zuzutrauen – was ein echter Paukenschlag wäre.

“Ich würde mich freuen, im Halbfinale Bestzeit laufen zu können, ich glaube, das ist drin, wenn der Wind ein bisschen aus der anderen Richtung kommt.” Im Vorlauf blies der Wind noch mit 0,4 Meter/Sekunden von der Gegenseite.

Erste Zeit unter 11 Sekunden?

Nach etlichen Verletzungen kann Burghardt, die 2016 in Rio als Ersatzfrau dabei war, endlich ihr wahres Potenzial ausschöpfen. “Es sind meine ersten richtigen Olympischen Spiele, und einen Vorlauf zu gewinnen ist schon geil! Ich bin einfach super positiv und vertraue auf mein Können, ich glaube, deswegen klappt es jetzt auch so gut.”

So gut, dass sie spätestens nach dem Vorlauf Lückenkempers Rolle als deutsche Hoffnungsträgerin übernommen hat – und in der Lage scheint, ihre erste Zeit unter der magischen 11-Sekunden-Grenze auf die Bahn trommeln. Es wäre eine echte Sensation.

Am Samstag um 12.15 Uhr MEZ geht es für sie nun darum, sich den Traum zu erfüllen. Gina Lückenkemper wird ihr sicherlich die Daumen drücken.

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