Bayern-Präsident Hoeneß kündigt Rückkehr zur "Abteilung Attacke" an

FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat angekündigt, wieder zur "Abteilung Attacke zurückzukehren. "Der eine oder andere Journalist wird sich jetzt schon gefallen lassen müssen, dass ich die Abteilung Attacke wieder ausfahre, jetzt wo ich dann keine offizielle Funktion mehr habe", sagte Hoenß am Rande des Basketball-Bundesliga-Topspiels zwischen dem FC Bayern und Alba Berlin (84:80).

"Immer wenn ich Unsachliches höre und sehe, werde ich den Verein wie eine Glucke bewachen", kündigte Hoeneß, der am kommenden Freitag auf der Jahreshauptversammlung nicht mehr für das Amt des Präsidenten kandidieren wird, am Sonntagabend an.

Einen Vorgeschmack darauf, wie die neue "Abteilung Attacke" von Hoeneß aussehen könnte, lieferte das scheidende Vereinsoberhaupt bereits am Sonntagmorgen.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

FC Bayern: Hoeneß-Schelte im Doppelpass wegen Kritik an Salihamidzic

Der 67-Jährige rief in der Sport1-Talksendung Doppelpass an und beschwerte sich lautstark über die Art und Weise, wie dort Bayern Sportdirektor Hasan Salihamidzic kritisiert wurde. "Große Teile der Runde" hatten sich nach Ansicht von Hoeneß "total despektierlich" über Salihamidzic geäußert.

Dieser habe jedoch "einen guten Job in diesem Jahr" gemacht: "Ich darf daran erinnern, dass die sensationellen Transfers von Pavard, Hernandez und nicht zuletzt Davies allein auf seinem Mist gewachsen sind."

Hasan Salihamidzic Uli Hoeneß FC Bayern 2019
Hasan Salihamidzic Uli Hoeneß FC Bayern 2019

In der Montagsausgabe des kicker gab Hoeneß derweil Fehler auch bezüglich seiner Verbalrundumschläge zu. "Ich habe als junger Manager auch viel Mist gebaut", sagte Hoeneß: "Ich war viel zu emotional, habe Leute attackiert."

Die Hoeneß-Nachfolge wird am Freitag aller Voraussicht nach der frühere Adidas-Chef Herbert Hainer antreten. Dieser werde "es ganz schnell lernen, wie man Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern ist", gab sich Hoeneß zuversichtlich: "Er ist ein Topmanager aus der Industrie, das kann man auf den Fußball übertragen."

Lesen Sie auch