Bayerns Kader ist nicht titeltauglich

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Bayerns Kader ist nicht titeltauglich
Bayerns Kader ist nicht titeltauglich

Wie immer gilt in München: Die Meisterschaft ist Pflicht, das Double wäre wünschenswert, der Gewinn der Champions League wäre die Kirsche auf der Torte.

Doch ist der Kader des FC Bayern derzeit überhaupt im Stande, das Minimalziel Meisterschaft einzutüten? Den Traum vom 10. Titel in Folge klarzumachen? Meiner Meinung nach nicht!

Vor nicht allzu langer Zeit galt an der Säbener Straße das Gesetz, wonach jede Position derart doppelt besetzt sein soll, dass Qualitätsunterschiede kaum zu spüren sind, sollte die jeweilige Stammkraft ausfallen.

Ein Umstand, der schon in der vergangenen Saison ein Problem war und jetzt noch gravierender ist.

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15 Spieler haben absolutes Stammkraft-Potenzial. Davon sind sieben Stars verletzt oder dafür bekannt, zumeist nicht die volle Anzahl an Pflichtspielen absolvieren zu können: Lucas Hernández, Niklas Süle, Tanguy Nianzou, Alphonso Davies, Leon Goretzka, Kingsley Coman und Leroy Sané.

Nur acht Akteure kommen in der Regel sorgenfrei durch eine Spielzeit: Manuel Neuer, Dayot Upamecano, Benjamin Pavard, Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Serge Gnabry, Thomas Müller und Robert Lewandowski. 

Das Problem: In der zweiten Reihe tummeln sich zwar Spieler mit Potenzial, Unterschiedsspieler sind sie jedoch nicht. Von ihnen kommt zu wenig Druck auf die Elite. Werden sie eingewechselt, fallen sie oft ab und zumeist nicht durch Leistung auf.

Salihamidzic sind die Hände gebunden

Ein Umstand, der sich bei der Konkurrenz rumgesprochen hat und zu Selbstbewusstsein ermutigt. Dortmunds Kapitän Marco Reus hält den BVB-Kader jetzt schon reif genug, um Meister zu werden. Leipzigs Trainer Jesse Marsch bescheinigt seinem neuen Klub den „vielleicht qualitativ breitesten Kader der Liga“.

Es sind Ansagen, die in München ankommen und Sportvorstand Hasan Salihamidzic ist erfahren genug, um die gefährliche Kader-Lage einzuschätzen zu können. Doch ihm sind die Hände gebunden.

Das Festgeldkonto hat durch die monatelange Zuschauerabstinenz und zu vielen ablösefreien Wechseln gelitten. Millionenschwere Einkäufe werden derzeit gemieden. Erstmal muss verkauft werden. Dabei soll Verstärkung für die rechte Seite und im Zentrum kommen.

Muss es Nagelsmann ausbaden?

Umso mehr wird es auf den neuen Trainer Julian Nagelsmann ankommen, der nach dem Maximalprinzip handeln muss. Gemäß dieses ökonomischen Prinzips muss mit vorgegebenen Mitteln (in diesem Fall der Kader) größtmöglicher Erfolg erreicht werden.

Allerdings stehen auch die Verantwortlichen des FC Bayern in der Pflicht. Dass sie sich um wirtschaftliche Vernunft bemühen, um den Verein solvent aus der Corona-Krise zu führen, ehrt sie und spricht für ihre Expertise.

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Bleibt in den kommenden Monaten jedoch der Erfolg aus, weil der Kader eben doch nicht den allerhöchsten Ansprüchen genügt, muss in der Führungsetage Ruhe bewahrt werden.

Mit anderen Worten: Nagelsmann muss notfalls ein titelloses Jahr erlaubt sein, wenn er im Zweifel auf unbekannte Nachwuchskräfte statt teurer Neuzugänge setzen muss.

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