Beat Zehnder: Leclerc wie eine Mischung aus Schumacher und Räikkönen

Ruben Zimmermann
motorsport.com

Alfa-Romeo-Teammanager Beat Zehnder hat in seiner Karriere bereits mit vielen großen Piloten zusammengearbeitet. Dazu zählen unter anderem auch der spätere Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher und Kimi Räikkönen. Doch niemand sei in all den Jahren so gewesen wie Charles Leclerc, verrät Zehnder gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"So einen Fahrer wie Charles hatte ich zuvor noch nie gesehen", berichtet Zehnder, der 2018 bei Sauber mit Rookie Leclerc arbeitete. Zwar hatte das Team auch zuvor bereits junge Fahrer in den eigenen Reihen. "Aber es war das erste Mal seit langer Zeit, dass wir einen Newcomer hatten, einen sehr speziellen Fahrer mit einer ganz besonderen Einstellung", so Zehnder.

"Es war eine sehr gute Saison und eine sehr interessante Saison", erinnert er sich zurück und erklärt: "Ich habe immer gesagt, dass [Leclerc] vom Speed her Kimi Räikkönen ist und von seiner Arbeitseinstellung her vermutlich Michael [Schumacher]." Der 54-Jährige ist sich deshalb sicher: "Gebt ihm ein gutes Auto, dann wird er defintiv Weltmeister."

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Auch Marcus Ericsson, der 2018 Teamkollege von Leclerc war, berichtet: "Ich wusste sofort, dass dieser Kerl besonders ist und ein besonderes Talent hat." Der Schwede verrät: "Als er zu Ferrari kam und gegen Vettel antrat, wusste ich, dass er sehr konkurrenzfähig sein würde." Leclerc wurde nach nur einer Saison bei Sauber für 2019 ins Ferrari-Werksteam befördert.

Die Saison beendete er mit zwei Siegen und als WM-Vierter - und damit eine Position vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel. Ericsson gesteht, dass selbst er nicht erwartet hatte, dass sich Leclerc gleich im ersten Jahr bei der Scuderia so gut schlagen würde. Der Schwede glaubt, dass auch er selbst von Leclercs guten Leistungen in Rot profitiert.

"Er hat mir dabei geholfen, zu zeigen, was für ein Fahrer ich bin", so Ericsson, der glaubt, dass Leclercs Erfolge das Teamduell der beiden in der Saison 2018 in ein neues Licht rücken. Das konnte der Monegasse mit 39:9 Punkten klar für sich entschieden, obwohl er damals seine erste Formel-1-Saison fuhr und Ericsson bereits seine fünfte - und auch letzte.

Mit Bildmaterial von Sutton.

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