Die Spielsucht-Beichte eines Trainers

SPORT1

Spielsucht ist eine weit verbreitete Krankheit - auch der Profisport ist davon betroffen.

Nun hat sich in Schottland der Trainer Brian Rice vom schottischen Erstligisten Hamilton Academical beim Verband selbst angezeigt. Er kämpft seit Jahren mit der Sucht nach Sportwetten, die in seinem Fall nicht nur ein privates Problem ist, sondern auch als Manipulation ausgelegt werden kann.

Der Verband ermittelt nun wegen des Regelverstoßes gegen den Coach.

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In einem Statement auf der Klub-Website schrieb Rice: "Meine Krankheit ist zurückgekehrt. Ich bin ein Abhängiger. Und während ich stolz darauf war, diese Krankheit zu bekämpfen, gehört zur Genesung nun mal die Ehrlichkeit: Ehrlichkeit zu mir selbst und zu denen, die mich unterstützen. Also meiner Familie und meiner Fußball-Familie in Hamilton."

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Rice ergänzte, dass er die Strafe für die Regelverstöße akzeptiere, aber er wolle das Stigma, das dieser "schrecklichen, isolierenden Sucht" anhaftet, beseitigen.

Gerrard äußert sich

"Ich hatte mich ja schon in Behandlung begeben und kann nicht glauben, dass ich mich wieder im Griff der Sucht befinde, aber diese Krankheit beherrscht dich für dein ganzes Leben und man kann sie nicht einfach so heilen", so der 56-Jährige weiter.

Trainerkollege Steven Gerrard, Coach der Glasgow Rangers, äußerte sich zu dem Vorfall. "Ich bewundere die Ehrlichkeit von Bruce Rice. Er war mir gegenüber immer sehr freundlich und er hat die Untersützung von den Rangers."

Abschließend entschuldigte er sich bei Spielern, Mitarbeitern und Fans dafür, sie so enttäuscht zu haben und bedankte sich beim Verein für die Unterstützung. Für den 30. Januar ist eine Anhörung geplant - Rice droht eine monatelange Sperre.