Warum man ein 5-Cent-Stück ins Weihnachstbaum-Wasser werfen sollte

Carolin KlarFreie Autorin für Yahoo Style
Grüne, glänzende Tannennadeln an Heilig Abend? Mit unseren Tricks kein Problem! (Bild: Getty Images / Luke MacGregor / Bloomberg Creative)
Grüne, glänzende Tannennadeln an Heilig Abend? Mit unseren Tricks kein Problem! (Bild: Getty Images / Luke MacGregor / Bloomberg Creative)

Life-Hacks rund um den Weihnachtsbaum: Wann sollte man ihn kaufen, wie bleibt die traditionelle Tanne schön frisch, wie steht der Baum wirklich gerade, und wie lässt er sich entsorgen, ohne dass ein Nadelmeer zurückbleibt? Wir haben 12 Tipps.

1. Ein 5 Cent Stück ins Wasser geben

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Ein Weihnachtsbaum muss bewässert werden, damit er nicht austrocknet und nadelt. Durch eine Kupfermünze im Wasser bekommt der Baum Mineralien zugeführt. Außerdem hat das Metall eine antibakterielle Wirkung. Es tötet Fäulnisbakterien ab und somit bleibt der Baum länger frisch.

2. Weiches Wasser fördert den Kupfer-Effekt

Idealerweise wird weiches Wasser zum Bewässern des Weihnachtsbaums verwendet, damit sich das Kupfer besser auflöst. Kalkarmes Wasser kann man durch mehrfaches aufkochen selbst herstellen oder in einer Flasche im Supermarkt kaufen. Weiches Wasser hat einen Härtegrad von 6,5 bis 9.

3. Warmes Wasser zum Bewässern verwenden

Warum? Ganz einfach: Warmes Wasser weicht die Schnittstelle am Stamm besser auf als kaltes, und dadurch gelangt die Flüssigkeit besser in die Rinde und zu den Nadeln. Am besten kocht man das Wasser zunächst auf, lässt es fünf Minuten stehen und gießt es dann in den Wasserbehälter für den Baum.

4. Den Weihnachtsbaum regelmäßig bewässern

Das Wasser im Christbaumständer wird vom Baum aufgesogen, und es verdunstet in die Luft. Daher muss der Weihnachtsbaum nach dem Kauf nicht nur einmal, sondern regelmäßig Wasser bekommen. Eine zwei Meter hohe Tanne kann etwa zwei Liter Wasser am Tag benötigen, je nach Raumtemperatur.

Durch das Besprühen der Zweige mit Wasser werden die Nadeln zusätzlich frisch gehalten.

5. Den richtigen Zeitpunkt für den Kauf wählen

Das größte Angebot an Weihnachtsbäumen gibt es circa zwei Wochen vor Weihnachten, zwischen dem 10. und 20. Dezember. Daher stehen die Chancen besser, einen frischen Weihnachtsbaum zu bekommen, wenn man ihn nicht bereits im November kauft. Aber auch eine Tanne, die einen Monat vor Weihnachten gekauft wird, hält natürlich bis zum großen Fest – sofern man sie gut pflegt.

Schön hell! So sieht der Stamm eines frischen Weihnachtsbaums aus. (Bild: Getty Images / Don Mason)
Schön hell! So sieht der Stamm eines frischen Weihnachtsbaums aus. (Bild: Getty Images / Don Mason)

6. Einen frischen Weihnachtsbaum erkennen

Wie alt ein Weihnachtsbaum ist, lässt sich an der Schnittstelle des Stamms erkennen. Je heller sie ist, desto besser, denn hell heißt: vor kurzem gefällt. Glänzen die Nadeln? Dann ist dies ein zusätzliches Zeichen dafür, dass der Baum noch frisch ist. Ob Nadeln abfallen, ist kein Indiz für Frische – es ist normal, dass ein Nadelbaum Nadeln verliert.

Wer sich nicht entscheiden kann, welche Baumsorte er nehmen soll: Eine Nordmanntanne hält länger als eine Fichte.

7. Den Baum frisch halten bis zum Fest

Damit der Weihnachtsbaum an Heilig Abend möglichst frisch aussieht, wird er am besten bis kurz vor dem Fest zwischengelagert. Idealerweise bewahrt man ihn an einem kühlen Ort im Freien auf. Ein sonnen- und windgeschützter Platz im Garten oder auf dem Balkon sind optimal. Bei Temperaturen unter null Grad sollte die Tanne lieber vorübergehend in den Keller oder in die Garage gestellt werden. Kein Balkon, keine Garage vorhanden? Manche Christbaumverkäufer bieten auch an, den Baum nach dem Kauf für ihre Kunden zu lagern.

Damit der Baum nicht austrocknet: Nach dem Kauf am Ende des Stamms ein etwa 2 cm dickes Stück abschneiden (gerade, nicht anspitzen, dann steht der Baum später besser im Ständer!) und den Baum anschließend in einen Eimer Wasser stellen. Das Verpackungsnetz bleibt bis zum finalen Aufstellen dran.

8. Den Weihnachtsbaum zum richtigen Zeitpunkt aufstellen

Der Nadelbaum braucht nach dem Aufstellen noch ein bis zwei Tage Zeit, um seine Äste auszubreiten. Deshalb sollte er spätestens einen Tag vor Weihnachten aufgestellt werden.

9. Der beste Platz für den Weihnachtsbaum

Nicht neben der Heizung und nicht direkt am Fenster sollte der Weihnachtsbaum aufgestellt werden, denn Wärme, Sonnenlicht und Zugluft trocknen ihn schneller aus.

Wer echte Kerzen an den Zweigen anbringt, hält idealerweise beim Aufstellen des Christbaums genügend Abstand zu Gardinen und brennbaren Materialien und stellt einen Eimer Wasser griffbereit in die Nähe, für den Notfall.

Mit dem richtigen Augenmaß steht der Weihnachtsbaum schnell gerade. (Bild: Getty Images / Arndt Haug / LOOK foto)
Mit dem richtigen Augenmaß steht der Weihnachtsbaum schnell gerade. (Bild: Getty Images / Arndt Haug / LOOK foto)

10. Den Baum richtig ausrichten

Damit der Baum gerade steht, hilft es, sich an einer senkrechten Linie im Raum zu orientieren – dem Fensterrahmen oder einer Zimmerecke beispielsweise.

11. Das Netz aufschneiden

Am sinnvollsten ist es, den Weihnachtsbaum mit Netz in den Christbaumständer zu stellen und wenn der Baum fixiert ist, das Netz von unten nach oben aufzuschneiden.

12. Den Weihnachtsbaum nadelfrei entsorgen

Ein Müllsack ist nicht für alle Baumgrößen groß genug. Was tun?

Das Abseilen über den Balkon eignet sich für größere Christbäume und untere Stockwerke. Es müssen dazu Seile an verschiedenen Stellen des Stamms befestigt werden. Und zur Sicherheit steht eine Person unten und passt auf, dass keiner in das Manöver gerät.

Dann doch lieber zersägen? Dabei landet zwar gefühlt die Hälfte der Tannenbaumnadeln auf dem Boden, sie lassen sich aber schnell zusammenkehren. Und die Baumteile sind handlich zum Entsorgen – oder wer kann: zum Weiterverwenden als Brennstoff!

Wo sich die nächstgelegene Christbaumabgabestelle befindet, erfährt man übrigens beim örtlichen Abfallwirtschaftsbetrieb.

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