Bekommt der FC Liverpool jetzt das große Zittern?

Maximilian Lotz
Sport1

0:1 bei Atlético Madrid, 0:3 beim FC Watford und jetzt 0:2 beim FC Chelsea - die Bilanz der vergangenen drei Auswärtsspiele des FC Liverpool ist alles andere als berauschend.

"Es sind nicht die besten drei Wochen der ganzen Saison", stellte auch Trainer Jürgen Klopp nach dem Aus im FA Cup nüchtern fest, "aber es ist unsere Chance, aus den nächsten Spielen die besten drei Wochen zu machen, und das ist der Plan."

Erstmals seit November 2014 verloren die Reds wettbewerbsübergreifend drei Auswärtsspiele in Serie.

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Triple-Traum geplatzt, Double in Gefahr

Beginnt nun das große Zittern in Liverpool?

Die Triple-Träume sind nach dem Pokal-Aus geplatzt, die Titelverteidigung in der Champions League ist nach der Niederlage in Madrid ernsthaft gefährdet.

"Atlético Madrid interessiert uns nicht, es geht einzig um Bournemouth", betonte Klopp am Mittwoch. "Sie kämpfen mit allem, was sie haben und sie haben es gegen Chelsea wirklich gut gemacht."

2:2 trennte sich der Tabellen-18. zuletzt von den Blues, dennoch erwartet Klopp am Samstag gegen Bournemouth (Premier League: FC Liverpool - AFC Bournemouth, ab 13.30 Uhr im SPORT1-LIVETICKER) eine Trotzreaktion. Angesichts von 22 Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Manchester City müsste es aber schon mit dem Teufel zugehen, sollte Liverpool den ersten Meistertitel seit 30 Jahren tatsächlich noch verspielen.

Liverpool-Abwehr anfällig

Die erste Liganiederlage am Samstag in Watford war bei zuvor 26 Siegen in 28 Spielen sicherlich zu verschmerzen. Doch die Alarmlämpchen leuchten nicht erst seit dieser Woche.

In den vergangenen vier Pflichtspielen kassierte Klopps Team acht Gegentore. Zum Vergleich: Im Dezember und Januar blieb die Defensive um Virgil van Dijk, Keeper Alisson und Co. in acht Premier-League-Partien in Folge ohne Gegentor.


Klopp gab sich dennoch gelassen. "Ich mache mir keine Sorgen um das Momentum. Wir haben immer die Möglichkeit, es zu drehen."

Der Leistung seines Teams an der Stamford Bridge konnte der 52-Jährige durchaus Positives abgewinnen. "Viele Teile des Spiels haben mir wirklich gefallen. Wir wissen aber, dass wir uns verbessern müssen. Es geht um uns, und wir müssen es auf die richtige Art und Weise annehmen."

Klopp bleibt cool: "Niemand muss Mitleid haben"

Klopp hatte im Pokal erneut rotiert, die Offensivstars Mohamed Salah und Roberto Firmino wurden erst spät eingewechselt, Stammkeeper Alisson stand gar nicht erst im Kader.

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Vertreter Adrián hatte maßgeblichen Anteil am 0:1 durch Willian. "Adrián patzt und bringt Klopp in eine schwierige Situation", schrieb der Mirror.

Klopp wollte davon nichts wissen. "Niemand muss Mitleid mit uns haben, wir werden wieder Fußballspiele gewinnen. Das ist es, was wir am Samstag machen wollen."

Die vergangenen fünf Duelle mit Bournemouth konnte Liverpool alle für sich entscheiden. Und an der heimischen Anfield Road haben die Reds seit dem 23. April 2017 kein Premier-League-Spiel mehr verloren.

Reißt aber auch diese Serie, könnten die nächsten Wochen doch noch unruhig werden.

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