Belgien nach kurioser Trikot-Panne angeklagt

SPORT1
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Was als lustige Trikot-Panne begann könnte für die belgische Nationalmannschaft ein Nachspiel haben.

Dedryck Boyata war beim EM-Qualifikationsspiel gegen Russland (4:1-Sieg) zwischenzeitlich mit dem Trikot seines Mitspielers Michy Batshuayi aufgelaufen – was nun den europäischen Fußball-Verband UEFA auf den Plan rief.

Dieser klagte den belgischen Verband an, weil der Fauxpas offenbar einen Regelverstoß darstellt. Die UEFA-Statuten legen fest, dass auf dem Spielberichtsbogen alle Namen, Trikotnummern und Geburtsdaten der teilnehmenden Spieler aufgelistet werden müssen. Und an diese Angaben muss man sich dann eben auch halten.

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Weil Boyata, Profi des Bundesligisten Hertha BSC, aber nach der Halbzeit nicht mit der für ihn angegebenen Nummer vier auf den Platz zurückkehrte, sondern der 23 Batshuayis, kam es nun zu der Anklage.

Batshuayi findets lustig - die UEFA nicht

Der Verteidiger hatte in der Halbzeitpause das Trikot gewechselt, dabei aber versehentlich das falsche erwischt. Erst im Laufe der zweiten Hälfte wurde der Fehler korrigiert. Der ehemalige BVB-Spieler Batshuayi, der später eingewechselt wurde, nahm den Vorfall mit Humor.

Bei Instagram postete er ein Bild von seinem Teamkollegen im falschen Shirt und schrieb: "Freut mich, dass ich den Traum dieses Jungen gestern wahr machen konnte."


Belgien leistete sich übrigens noch ein zweites Vergehen. Der Anstoß zum Russland-Spiel erfolgte verspätet. Die UEFA will bis zum 12. Dezember entscheiden, ob es deswegen – oder wegen dem verwechselten Trikot - zu einer Strafe kommt.

Mal schauen, ob die belgischen Nationalspieler den Vorfall dann immer noch lustig finden.

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