Bellarabi narrt Wolfsburg - Bayer wieder oben dran

Sport1

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw hat Bayer Leverkusen in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden. Fünf Tage nach dem Erfolg in der Champions League gegen Atletico Madrid (2:1) setzten sich die Rheinländer beim VfL Wolfsburg mit 2:0 (1:0) durch und haben nach zuvor vier Ligaspielen ohne Sieg wieder Tuchfühlung zu den internationalen Plätzen. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

Die Treffer erzielten Karim Bellarabi (25.) und der kurz zuvor eingewechselte Paulinho (90.+6). Bellarabi narrte bei seinem Solo mit ein bisschen Glück die gesamte VfL-Hintermannschaft und schoss aus kurzer Entfernung ein. Die Platzherren protestierten wegen eines angeblichen Foulspiels von Bellarabi an Marcel Tisserand, doch Schiedsrichter Manuel Gräfe erkannte das Tor an. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

"Wir waren nicht die bessere, aber die effektivere Mannschaft. Wir haben wieder den Anschluss nach oben gefunden", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler.

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Löw hatte am Mittag zusammen mit Teresa Enke das Grab des vor zehn Jahren freiwillig aus dem Leben geschiedenen Ex-Nationaltorhüters Robert Enke besucht und seinen Trip nach Niedersachsen mit einem Besuch in der Volkswagen-Arena fortgesetzt.

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Für die Gastgeber war es das siebte Pflichtspiel ohne Sieg in Serie. Drei Tage nach der 1:3-Niederlage in der Europa League gegen KAA Gent blieben die Norddeutschen erneut deutlich unter ihrem Leistungsvermögen, die 24.112 Zuschauer waren unüberhörbar enttäuscht.

Schmadtke: "Schwierige Phase"

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Die Niederlage am Ende ist ärgerlich. Es ist eine schwierige Phase", sagte VfL-Sportchef Jörg Schmadtke bei Sky.

Aber auch Bayer war von zwei schwachen Mannschaften lediglich das etwas bessere Team.

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Sorgen um Havertz

In einer zerfahrenen ersten Halbzeit präsentierten sich die Gäste ballgewandter, aber auch zweikampfstärker. Schon vor seinem ersten Torerfolg hätte Bellarabi treffen können, zog den Ball aber knapp am linken Torpfosten vorbei (6.). Wolfsburgs Torjäger Wout Weghorst verpasste in der 23. Minute die mögliche Führung für die Gastgeber.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst das Bild. Die Norddeutschen drängten auf den Ausgleich, die Schützlinge von Trainer Peter Bosz wirkten in dieser Phase verunsichert. Zwei Personalwechsel trugen dazu bei: Bellarabi blieb nach der Halbzeitpause in der Kabine, bereits in der 42. Minute musste Kai Havertz mit Oberschenkelproblemen das Spielfeld vorzeitig verlassen.

Doch die Wolfsburger belohnten sich für ihren Mut zu mehr Offensive nicht. Vielversprechende Aktionen wurden immer wieder durch miserable Flanken und Vorlagen geradezu torpediert. Bei einem Konter verpasste Nadiem Amiri (56.) die Vorentscheidung für Leverkusen. In der Schlussphase blieb auf beiden Seiten wieder vieles Stückwerk, klare Aktionen wurden immer seltener. Weghorst verpasste zudem den Ausgleich knapp (81.). 

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