Davies' Berater stieß bei Bayern zunächst auf taube Ohren

SPORT1
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Die Verpflichtung von Alphonso Davies ließ nicht nur die Fans des FC Bayern aufhorchen. 

Schließlich ist es alles andere als alltäglich, dass der deutsche Rekordmeister für einen weitgehend unbekannten Nachwuchsspieler aus Kanada 10 Millionen Euro Ablöse zahlt. 

Dass die Münchner mit dem Transfer alles richtig gemacht haben, hat der jungen Linksfuß seitdem in kürzester Zeit eindrucksvoll bewiesen. 

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Doch wie wurde der FCB überhaupt auf den jungen Davies aufmerksam, der im fernen Kanada bei den Vancouver Whitecaps spielte? Neil Sang, Berater des Nationalspielers gab darüber nun in einem Interview mit der Times Aufschluss. 

"Ich habe eine Menge Klubs kontaktiert, aber keiner wollte wirklich etwas darüber wissen", sagte der Spieler-Agent. "Vielleicht hatte das mit der Wertschätzung der MLS zu tun oder der Tatsache, dass es sich um einen Teenager aus Kanada handelt."

Bayern erst skeptisch - dann voll überzeugt

Auch den FC Bayern habe er kontaktiert, sei aber zunächst auf taube Ohren gestoßen. Erst ein kühner Vergleich ließ die Roten angeblich aufhorchen: "Ich sagte, 'Ihr braucht ja auch keinen Haufen Spieler, ihr braucht nur den einen. War George Weah gut?' Wie viele Spieler aus Liberia hat es seither gegeben, die der FC Bayern genommen hätte?"

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Wie auch der einstige Weltklasse-Spieler Weah stammt Davies ursprünglich aus einem afrikanischen Land. Es habe "mehrere Gespräche" mit der Vereinsführung gegeben, ehe Bayerns Chefscout Marco Neppe den Spieler in Kanada erstmals beobachtete. 


Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic erklärte dazu im Februar: "Wir haben uns mehrere Spiele und Videos von ihm angeschaut, waren von der ersten Minute an überzeugt von ihm, und haben uns sofort draufgestürzt. So muss man auch sein, wenn man solche Spieler entdeckt", gab der baldige Sportvorstand zu Protokoll. 

Zusammen mit Neppe und Bayern-Justiziar Michael Gerlinger flog Salihamidzic zu Davies nach Kanada und tütete den Transfer ein. "Marco hat einen super Job gemacht, er hat das vorher herausgefiltert", lobte Salihamidzic seinen Kollegen. 

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