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Bereit für Barcelona? So gut ist Xavi wirklich

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Bereit für Barcelona? So gut ist Xavi wirklich
Bereit für Barcelona? So gut ist Xavi wirklich

Nur wenige Stunden nachdem Ronald Koeman beim FC Barcelona entlassen wurden, stand angeblich sein Nachfolger bereits fest.

Kein Geringerer als Klub-Legende Xavi Hernández soll nach übereinstimmenden spanischen Medienberichten bei den Katalanen übernehmen. Nun gehe es nur noch darum, dass sich Barca mit Xavis aktuellem Klub Al Sadd einig wird, was allerdings nur noch als Formsache betrachtet wird. Der Verein soll der früheren Barca-Ikone von Beginn an zugesichert haben, ihm für einen Wechsel zum Ex-Klub die Freigabe zu erteilen.

Der Wechsel zu seiner alten Liebe scheint also perfekt zu sein. 17 glanzvolle Jahre verbrachte der Spanier als Spieler bei Barca, 767 Spiele, acht Meisterschaften in La Liga und vier Champions-League-Titel stehen zu Buche. (DATEN: Tabelle von La Liga)

Xavi überzeugt als Coach bei Al-Sadd SC in Katar

Aber Xavi kann nicht nur auf eine erfolgreiche Karriere als Spieler zurückblicken. Der 41-Jährige steht bislang noch bei Al-Sadd SC in Katar unter Vertrag, wo er seit Sommer 2019 als Coach tätig ist.

Und seine Bilanz bis dato kann sich mehr als sehen lassen. Der frühere Mittelfeldspieler gewann bereits sieben nationale Titel mit seinem Team. (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan)

Seit Beginn der vergangenen Saison absolvierte Xavi mit Al-Sadd 29 Spiele. 26 Mal ging er als Sieger vom Platz, dreimal reichte es zu einem Remis, kein einziges Duell ging verloren.

Klar ist aber auch: Barca und Al-Sadd lassen sich, was ihren Stellenwert im Fußball angeht, kaum miteinander vergleichen. Wer den großen FC Barcelona trainiert, wird immer mit enorm hohen Erwartungen und Leistungsdruck konfrontiert sein. Xavi kennt die Umstände aus seiner aktiven Zeit als Spieler, wäre als Chefcoach aber in einer anderen Rolle gefordert.

Xavi bereit für Barcelona?

Wäre der Trainer-Neuling, der erst 2019 seine Fußballschuhe an den Nagel hängte, für diese Aufgabe bereit?

Zumindest hat Xavi in Katar wertvolle Erfahrung gesammelt. Auch Al-Sadd gehört in der heimischen Liga zu den ständigen Titelfavoriten. Alles andere als ein Titelgewinn wird als Misserfolg gewertet. Mit Druck musste der Coach also auch in Katar umgehen. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan von La Liga)

„Kein anderer Trainer in der jüngeren Geschichte der Qatar Stars League kann mit der Dominanz von Al-Sadd in den letzten zwei Jahren unter Xavi mithalten“, schwärmte Ahmed Hashim, Herausgeber und Mitbegründer von Qatar Football Live, gegenüber ESPN.

Allerdings relativierte Hashim seine Aussage etwas: „Es gibt auch das Argument, dass er eine Mannschaft mit vielen Stars für sich gewinnen konnte. Es bleibt die Frage, ob er all diese Trophäen auch mit einer weniger talentierten Mannschaft hätte gewinnen können.“

Dennoch betonte er: „Es besteht kein Zweifel daran, dass er die Mannschaft dazu gebracht hat, herausragenden Fußball zu spielen, der ins Auge sticht.“

Xavi setzt auf Ballbesitzfußball

Xavi soll Feuer und Flamme für die Aufgabe im Camp Nou sein - auch wenn er sich am Donnerstag auf einer Pressekonferenz nicht zu dem Thema äußern wollte. „Ich konzentriere mich auf meine Arbeit mit Al-Sadd und werde über nichts anderes sprechen.“

Dennoch scheint klar, dass etwas im Busche ist - zumal der Welt- und Europameister wohl der einzige wäre, der von Beginn an die volle Rückendeckung der Fans hätte. Koeman hatte die schon lange nicht mehr.

Die Zuschauer dürfen sich bei Xavi auf Ballbesitzfußball freuen. Er lernte beim FC Barcelona unter Toptrainern wie Louis van Gaal oder Pep Guardiola und orientiert sich auch heute noch in seiner Philosophie als Coach an seinen ehemaligen Vorgesetzten.

„Meine Mannschaft muss den Ball haben. Wenn Sie den Ball nicht hat, dann leide ich“, so Xavi beim Youtube-Kanal The Coach‘s Voice. Das gelte heute als Trainer noch mehr als in der Vergangenheit.

Xavi: „Traum, Barcelona zu coachen“

Und weiter: „Es wie eine Sucht, den Ball zu haben. Ich habe es selbst als Mittelfeldspieler erlebt. Das ist das Schönste im Fußball: den Ball haben, angreifen und das Spiel dominieren.“

Die Zeit in Katar war für Xavi nur „der Beginn meiner Karriere“, die ihn idealerweise nach Spanien zurückführen soll, wie der frühere Nationalspieler gegenüber der spanischen Zeitung 20 minutos verriet. „Mein Traum ist es, Barcelona zu coachen, das habe ich nie verheimlicht.“

Dieser Traum scheint nun in Erfüllung zu gehen.

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