Berger vor DTM-Saisonstart: "Gehe davon aus, dass schwierige Jahre bevorstehen"

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Berger vor DTM-Saisonstart: "Gehe davon aus, dass schwierige Jahre bevorstehen"
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Wenn in der DTM am Wochenende beim Saisonstart in Monza die Motoren aufheulen, dann ist vieles anders. Die ebenso einzigartigen wie sündhaft teuren Prototypen sind Vergangenheit, die DTM setzt in ihrer Not fortan auf GT3-Sportwagen. Die große Frage lautet, ob dieses Format, das man auch in anderen Rennserien findet, angenommen wird.

"Für mich stehen die Chancen aktuell im Vordergrund", sagte DTM-Boss Gerhard Berger dem SID: "Aber mir ist natürlich bewusst, dass es immer noch viele Herausforderungen gibt. Daher gehe ich auch davon aus, dass uns durchaus schwierige Jahre bevorstehen."

Krisenmanagement für den Österreicher zum Dauerzustand geworden. Mercedes zog sich Ende 2018 werksseitig aus der DTM zurück, Audi folgte mit dem Abschluss der vergangenen Saison.

Und so stand der frühere Formel-1-Star vor einer existenziellen Entscheidung: Aufgeben und ein Stück Motorsportgeschichte zu Grabe tragen oder unter Zeitdruck ein neues Format entwickeln. Der 61-jährige Tiroler entschied sich für das Wagnis.

Sechs Marken hat er gewonnen, allesamt klangvolle Namen: Mercedes, BMW, Audi, Ferrari, Lamborghini und McLaren. Wesentlicher Unterschied: Ausschließlich Privatteams sind am Start, der Einfluss der Werke ist gewichen. Die Kosten wurden durch den Umstieg vom Class-One- auf das GT3-Reglement auf maximal 1,5 Millionen Euro pro Team reduziert - ein Zehntel im Vergleich zum Vorjahr. In Sophia Flörsch (München) und der Britin Esmee Hawkey sind auch zwei Pilotinnen dabei.

"Wir sind natürlich gefordert, das Produkt besser, attraktiver und spannender zu machen", sagte Berger: "Aber die DTM ist eine starke Marke mit einer langen Historie und einem enormen internationalen Bekanntheitsgrad. Diesen Hebel sehen natürlich auch unsere Partner und Sponsoren."

So ist Privatsender Sat.1 an Bord geblieben, überträgt entsprechend auch die ersten beiden Saisonrennen am Samstag und Sonntag in Italien (jeweils 13.30 Uhr).

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