Jetzt ist Berlin zurecht Deutschlands Nummer eins

Robin Wigger
Sport1

Herzlichen Glückwunsch an ALBA Berlin!

Die Albatrosse haben nach dem furiosen Hinspielsieg mit dem 75:74 in der zweiten Partie alles klar gemacht.

Der Meistertitel ist hochverdient – und ALBA auch ein würdiger Champion. (Alle Ergebnisse und Platzierungen des BBL-Finaturniers)

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Zwar war der Ausgang der Saison durch das Finalturnier etwas ungewöhnlich, Überraschungen waren leichter möglich, Teams bisweilen durchgewürfelt. Aber dafür kann Berlin wenig.

ALBA konnte seine Mannschaft zusammenhalten und kam am besten mit der ungewohnten Situation zurecht – weitaus besser als Top-Favorit Bayern. Auch das zeugt von Qualität.


ALBA-Titel gut für den Basketball

Für den deutschen Basketball ist es ein gutes Zeichen, dass sich Berlins kontinuierliche Arbeit ausgezahlt hat und Bayern nicht Titel in Serie einfährt.

Natürlich ist Berlin kein Underdog, natürlich hat auch Berlin Geld zur Verfügung.

Aber ALBA hat auch eine Philosophie, für die Trainerfuchs Aito Garcia Reneses der beste Protagonist ist, definiert sich nicht durch Titel und gibt dem Nachwuchs eine Chance.

Jonas Mattisseck (20 Jahre), der im Finalturnier durchschnittlich etwa 15 Minuten gespielt hat, und Tim Schneider (22) sind bereits feste Bestandteile des Kaders, mit Lorenz Brenneke (20) und Malte Delow (19) steht das nächste Duo bereit.


Nicht Bayern! ALBA ist jetzt die Nummer eins

Dass ALBA nach sechs verlorenen Finals mit dem Double 2020 gezeigt hat, dass es auch in Berlin etwas zu gewinnen gibt, ist doppelt wichtig.

Zum einen im Kampf gegen die vermeintliche Übermacht aus München, zum anderen als Argument für Vertragsgespräche und damit auch für europäische Ambitionen.


Allerdings muss der Hauptstadtklub jetzt auch mit einer neuen Rolle und veränderten Ansprüchen leben.

Denn als Pokalsieger und Meister ist ALBA nun Deutschlands Nummer eins – zumal die Berliner auch in der abgebrochenen EuroLeague-Saison vor München landeten.

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