Berufung abgewiesen: Spielberg-Strafe gegen SSR bleibt bestehen

Heiko Stritzke
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Der Tabellenstand vor dem Finale ist offiziell: Das DMSB-Berufungsgericht in Frankfurt hat Informationen von 'Motorsport.com' zufolge eine Klage des Teams SSR Performance gegen die Strafe vom Red-Bull-Ring abgewiesen.

Damit konnte das Gericht den Fall noch vor dem Saisonfinale in Oschersleben an diesem Wochenende verhandeln. SSR Performance war im Sonntagsrennen am Red Bull Ring von den Sportkommissaren vom zweiten auf den vierten Platz strafversetzt worden, nachdem Toksport WRT Protest gegen ein Manöver des Porsches in Kurve 1 hingelegt hatte.

Michael Ammermüller hatte über die Auslaufzone in der Niki-Lauda-Kurve mehrere Positionen gutgemacht. Er war vom achten Startplatz ins Rennen gestartet und ging bis auf die dritte Position vor. Durch die Strafe verloren Ammermüller und Christian Engelhart sieben wichtige Punkte im Titelkampf.

Das in diesem Jahr erstmals im GT-Masters antretende Team reichte dagegen Berufung ein. Begründung: In der ersten Runde sei ein solches Manöver erlaubt, das sei sogar in der Fahrerbesprechung angesprochen worden.

Vierkampf um den Titel

Die Richter folgten aber der Linie, dass es zwar erlaubt sei, ohne Sorge vor einer Track-Limits-Strafe in der ersten Runde in Kurve 1 die Strecke verlassen zu dürfen, nicht aber, daraus einen Vorteil zu ziehen. Die Strafe sei damit gerechtfertigt.

Damit bleibt vor dem GT-Masters-Finale an diesem Wochenende in Oschersleben der Meisterschaftsstand wie gehabt. Die amtierenden Meister Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (Rutronik-Audi #31) bleiben Tabellenführer mit 150 Punkten.

Zweiter ist Robert Renauer (Herberth-Porsche #99) mit fünf Punkten Rückstand. Ammermüller/Engelhart folgen mit sieben Punkten Rückstand. Mit Chancen ausgestattet sind auch noch Maro Engel und Luca Stolz aus eben jenem Toksport-WRT-Mercedes #22, von dem der ursprüngliche Protest ausging. Sie haben 14 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.

Theoretische Chancen haben auch noch Christopher Haase und Max Hofer (Land-Audi #28), realistisch betrachtet sind 41 Punkte Rückstand aber kaum mehr aufzuholen, da dann gleich alle vier Gegner zweimal patzen müssten.

Im zweiten Freien Training am Freitag fuhr der Rutronik-Audi die Bestzeit, allerdings lagen 13 Fahrzeuge innerhalb einer halben Sekunde und 25 Autos im Sekundenfenster. Niederhauser/van der Linde haben ihrerseits eine Strafe von fünf Startplätzen im ersten Rennen vor sich, nachdem sie am Lausitzring den Boxenstopp nicht auf ihrem Boxenplatz vorgenommen und ein anderes Auto in der "Working Lane" überholt haben.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.