"Beunruhigend": Ex-Tennis-Star sorgt sich um Federer

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Seit Mittwoch steht fest, dass Roger Federer erst 2021 auf die Tennis-Tour zurückkehren wird.

Der Rekord-Grand-Slam-Sieger erklärte auf Twitter, dass er nach einem Rückschlag eine zweite Operation am rechten Knie durchführen ließ und deshalb den Rest der Saison verpassen wird.


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Dass Federer bei seiner Rückkehr bereits 39 Jahre alt sein wird, bereitet nicht nur den Fans des Schweizers, sondern auch Experten wie Ex-Spieler und Coach Brad Gilbert Sorgen.

"Ich schreibe ihn nicht ab, aber die Situation ist beunruhigend", sagte Gilbert, der 20 Turniere während seiner Laufbahn gewinnen konnte und für sein Tennis-Strategie-Buch "Winning ugly" berühmt ist, bei tennisworldusa.org.

"Ken Rosewall und Jimmy Connors haben auch mit 39 Jahren bei Majors sehr gut gespielt. Aber das heutige Tennis ist physisch belastender und die Spieler sind fitter", erklärte Gilbert, wieso er so pessimistisch ist.


Gilbert: Dauert lange, bis die Magie zurückkehrt

Vor allem die Dauer der Verletzungspause ist für Gilbert ein Problem: "Wenn du so lange ausfällst - auch wenn du 25 oder 26 bist - kann es sechs Monate dauern, bist du die Magie zurückgewinnst."

Diese Zeit habe Federer in seinem Alter allerdings nicht mehr. Gilbert macht sich zudem Sorgen, dass der Weltranglistenvierte in der Setzliste zu weit nach hinten rutschen wird.

Diese Sorgen könnten allerdings unbegründet sein. Denn noch steht nicht fest, ob in dieser Saison Turniere stattfinden und ob bei diesen auch um Ranglisten-Punkte gespielt wird.

Federer triumphiert auch 2017 nach langer Pause

Bei allen Bedenken muss man zudem erwähnen, dass der 20-malige Grand-Slam-Sieger schon einmal bewiesen hat, dass ihm eine lange Verletzungspause und ein hinterer Platz in der Setzliste wenig ausmacht.


In der Saison 2016 beendete Federer im Juli seine Saison wegen Knieproblemen vorzeitig. Bei den Australian Open 2017 war er dann nur auf Nummer 17 gesetzt - und triumphierte dennoch im Finale gegen Rafael Nadal.

Es wäre also nicht das erste Mal, dass Federer im hohen Alter wie Phönix aus der Asche zurückkehrt.

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