Biathlon: IBU-Skandal: Es geht wohl um Jagd-Ausflüge und Prostituierte

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Die Vorwürfe der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gegen den Biathlon-Weltverband IBU sind noch heftiger als bislang angenommen. Einem WADA-Bericht zufolge, der der ARD vorliegt, soll Russland den mittlerweile zurückgetretenen IBU-Präsidenten Anders Besseberg mit bezahlten Jagdausflügen und der Vermittlung von Prostituierten bestochen haben.

Biathlon: IBU-Skandal: Es geht wohl um Jagd-Ausflüge und Prostituierte

Die Vorwürfe der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gegen den Biathlon-Weltverband IBU sind noch heftiger als bislang angenommen. Einem WADA-Bericht zufolge, der der ARD vorliegt, soll Russland den mittlerweile zurückgetretenen IBU-Präsidenten Anders Besseberg mit bezahlten Jagdausflügen und der Vermittlung von Prostituierten bestochen haben.

Die Vorwürfe der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA gegen den Biathlon-Weltverband IBU sind noch heftiger als bislang angenommen. Einem WADA-Bericht zufolge, der der ARD vorliegt, soll Russland den mittlerweile zurückgetretenen IBU-Präsidenten Anders Besseberg mit bezahlten Jagdausflügen und der Vermittlung von Prostituierten bestochen haben.

Besseberg soll als Gegenleistung unter anderem im Jahr 2016 proaktiv die Vergabe der Biathlon-WM 2021 an die russische Stadt Tjumen forciert haben, obwohl der Staatsdopingskandal gerade den Weltsport erschütterte.

Laut WADA seien für den Stimmenkauf bis zu 100.000 Euro an IBU-Mitglieder geflossen. Erst Anfang 2017 zog die IBU die Zusage an Tjumen zurück, da der öffentliche Druck zu groß wurde.

Gedopte Athleten sollen an den Start gegangen sein

Besseberg habe sich gegenüber Russland "unglaublich loyal und unterstützend" gezeigt, schreibt die WADA. Die deutsche IBU-Generalsekretärin Nicole Resch habe im Verband praktisch die alleinige Hoheit über das Doping-Verwaltungsprogramm gehabt und anderen IBU-Mitarbeitern den Zugang verwehrt.

Das alles soll unter anderem dazu beigetragen haben, dass in der vergangenen Saison im Welt- und IBU-Cup 17 von 22 russischen Athleten gedopt an den Start gegangen sind - und unbehelligt blieben. Seit 2011 soll die IBU, das war schon in der vergangenen Woche durchgesickert, 65 Dopingfälle russischer Biathleten vertuscht haben.

Besseberg: "Die WADA bekommt ein bisschen Panik"

Besseberg hatte sich zuletzt gelassen zu den Vorwürfen geäußert und die WADA attackiert. "Ich habe gehört, die WADA hat die Untersuchungen initiiert. Ich denke, sie sind in einer deprimierenden Situation. Sie haben nur Rodtschenkov (Whistleblower Grigorij Rodtschenkov, d. Red.) als Zeugen und sonst nichts. Und es ist klar, dass ihm niemand glaubt", sagte Besseberg der norwegischen Tageszeitung Dagbladet: "Ich denke, die WADA bekommt ein bisschen Panik."

Die seit Ende 2017 laufenden Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien wegen Doping- und Betrugsverdachts sowie Geschenkannahme gegen Besseberg und Resch sowie russische Sportler und Betreuer gehen weiter.

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