Ustjugow legt Berufung gegen CAS-Urteil ein

SID
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Der russische Biathlet Jewgeni Ustjugow geht gegen seine Dopingsperre und die Annullierung seiner Wettkampfergebnisse aus den Jahren 2010 bis 2014 in Berufung. Dies sagte Ustjugows Anwalt Alexei Panich der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Der Internationale Sportschiedsgerichtshof CAS hatte Ustjugow, der 2014 nach Staffelgold vor der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi zurückgetreten war, im Oktober gesperrt. Der CAS sah es als erwiesen an, dass der 34-Jährige aufgrund von Auffälligkeiten in seinem biologischen Blutpass eines Dopingvergehens schuldig ist.

Ustjugows Anwälte hatten vor dem CAS argumentiert, dass die zu hohen Hämoglobinwerte bei ihrem Mandanten auf eine genetische Anomalie zurückzuführen seien, die schon dessen Eltern besessen hätten.

Sollte Ustjugow mit seiner Berufung scheitern, winkt der deutschen Staffel mit Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp nachträglich die Goldmedaille von Sotschi. Für die Neuvergabe der Medaillen ist das Internationale Olympische Komitee (IOC) zuständig.

Bereits im Februar hatte auch der Biathlon-Weltverband IBU Ustjugow wegen der Verwendung des anabolen Steroids Oxandrolon für sämtliche Rennen zwischen August 2013 und dem Ende der Saison 2013/14 disqualifiziert.