Blamage! HSV verliert nach kuriosen Patzern beim Schlusslicht

SPORT1
·Lesedauer: 4 Min.

Der Hamburger SV hat sich nach einer über weite Strecken erschreckenden Leistung in der 2. Bundesliga trotz einer späten Aufholjagd blamiert.

Der HSV präsentierte sich im Auswärtsspiel beim Tabellenletzten Würzburger Kickers lange Zeit völlig von der Rolle und unterlag verdient mit 2:3 (0:2). (SERVICE: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Slapstick-Gegentore, Torwartfehler, Platzverweis und falsche Einwürfe - das Team von Trainer Daniel Thioune hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnte erst spät die Partie doch noch eng gestalten.

"Es war ein gebrauchter Nachmittag. In den ersten 70 Minuten war es zu wenig von uns", sagte HSV-Kapitän Tim Leibold bei NDR2: "Das wirft uns aber nicht aus der Bahn."

HSV von der Rolle - Ulreich patzt

Dabei begann der HSV in den Anfangsminuten dominant und drängte den Außenseiter in die eigene Hälfte. Ein Freistoß von Sonny Kittel klatschte an den Außenpfosten (9.).

Doch dann machten die Hanseaten ihren Gegner stark. Torhüter Sven Ulreich ließ einen harmlosen Rückpass von Heyer durchrutschen und klärte gerade noch rechtzeitig auf der Linie (11.). Würzburg merkte, dass der Favorit sich durchaus seine Aussetzer leistete.

Martin Hasek brachte die Franken schließlich in der 19. Spielminute in Führung - und der HSV half auf kuriose Art und Weise tüchtig mit. Erst schoss Jan Gyamerah seinen Mitspieler Moritz Heyer überhastet an, dann patzte auch noch Ulreich beim Linksschuss.

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Noch vor der Halbzeitpause legte Douglas das 2:0 für den Abstiegskandidaten nach (30.), dann erhöhte Patrick Sontheimer weiter (54.). Die Treffer von Jeremy Dudziak (72.) und Bobby Wood (89.) kamen zu spät.

Unmittelbar nach dem zweiten HSV-Tor musste Amadou Onana (90.) mit Gelb-Rot vom Platz. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

HSV behauptet vorerst Tabellenspitze

Der HSV behauptete dank des besseren Torverhältnisses aber zumindest vorübergehend die Tabellenführung vor dem VfL Bochum, da dieser am Freitag bei Erzgebirge Aue verloren hatte.

Holstein Kiel oder Greuther Fürth können allerdings am Montag bei ihrem direkten Duell die Tabellenführung übernehmen. Den Kielern reicht sogar bereits ein Zähler dazu. (SERVICE: Tabelle der 2. Bundesliga)

Beim HSV zeigt die Formkurve weiter nach unten. Die ambitionierten Rothosen haben nur eines ihrer vergangenen fünf Spiele gewonnen. Ausgerechnet jetzt kommt es zum Derby beim wiedererstarkten FC St. Pauli.

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Würzburg fehlen nach dem Überraschungserfolg fünf Punkte auf den Relegationsplatz und sieben für Rang 15.

Düsseldorf besiegt in Unterzahl Hannover 96

Fortuna Düsseldorf fuhr derweil einen wichtigen Sieg im Duell zweier Bundesliga-Absteiger der vergangenen Jahre ein und hat sich im Rennen um die Aufstiegsplätze zurückgemeldet

Die Düsseldorfer setzen sich mit 3:2 (1:1) gegen Hannover 96 durch, obwohl sie mehr als eine Halbzeit lang in Unterzahl agieren mussten.

Nach fünf Spielen in Folge ohne Sieg setzten sich die Rheinländer mit 3:2 (1:1) gegen Hannover 96 durch und rückten bis auf sechs Punkte an das Führungstrio Hamburger SV, VfL Bochum und Holstein Kiel heran.

Die Niedersachsen dagegen kassierten nach sieben Punkten aus den drei Partien zuvor im Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus den womöglich entscheidenden Rückschlag.

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Fortuna-Torschütze Kraus: "Die anderen straucheln auch"

"Manchmal ist es einfacher, wenn du zehn gegen elf und der andere das Spiel machen muss. Heute ist es uns perfekt gelungen", sagte Fortuna-Torschütze Felix Klaus bei Sky: Wir sind jetzt ein bisschen rangekommen, eine kleine Chance ist immer da, die anderen straucheln auch."

Rouwen Hennings brachte die Düsseldorfer mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung (28.). Dann schenkte Fortuna-Torwart Florian Kastenmeier den Gästen den Ausgleich: Einen schlampigen Pass auf den rechten Flügel fing Florent Muslija ab, zog nach innen und traf zum 1:1 (37.). (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Vor dem Halbzeitpfiff sah Düsseldorfs Außenverteidiger Florian Hartherz innerhalb von fünf Minuten zweimal Gelb (40. und 45.) und flog vom Platz. Trotzdem gelang Klaus nach dem besten Angriff des Spiels das 2:1 (52.). Einen mustergültigen Konter schloss Shinta Appelkamp (76.) zur Entscheidung ab. Mick Gudra (79.) verkürzte noch für Hannover.

KSC patzt - Nürnberg jubelt nach spätem Treffer

Der Karlsruher SC hat im Aufstiegsrennen dagegen einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner kassierte beim 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg die erste Niederlage in diesem Jahr. Mats Möller Daehli erzielte in der 90. Minute das Tor des Tages. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Karlsruhe war bis zum 22. Spieltag die Mannschaft der Stunde in der zweiten Liga gewesen. Bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist der Aufstieg trotz der bitteren Niederlage noch immer in Reichweite.

Die Nürnberger stellten durch den zweiten Sieg seit dem Jahreswechsel den Anschluss ans Mittelfeld her.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)