BMW-Neuzugang Jake Dennis sieht sich langfristig in der Formel E

Tobias Ebner
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Jake Dennis steht weiter vor einer ungewissen Zukunft im Motorsport. Der 25-jährige Brite, 2019 im Aston Martin Vantage von R-Motorsport in der DTM unterwegs, hat zwar für die anstehende Formel-E-Saison 2020/21 einen Sitz bei BMW ergattert.

Doch der deutsche Autobauer hat bereits angekündigt, nach dieser Saison aus der Elektro-Formelserie auszusteigen. Damit herrscht auf Dennis besonderer Leistungsdruck. Er weiß, dass er in diesem Jahr durch Leistung glänzen muss, will er eine Zukunft in der Formel E haben.

"Ehrlich gesagt, war ich enttäuscht. Da gibt es nichts zu leugnen", gibt Dennis gegenüber 'Motorsport.com' einen Einblick in sein Seelenleben angesichts des bevorstehenden BMW-Ausstiegs. Gleichzeitig lässt er sich durch diese schlechten Nachrichten nicht entmutigen: "Wir werden weiter hart arbeiten und uns auf unseren Job konzentrieren." Schließlich soll Dennis' erste Saison in der Serie nicht gleichzeitig seine letzte sein.

Was macht das Andretti-Team?

"Ich will meine Karriere in der Formel E fortsetzen", unterstreicht der Brite. Seine Hoffnungen ruhen dabei auf einem Verbleib von BMW's Einsatzteam Andretti Autosport in der Rennserie. Die Amerikaner sind der Formel E schon seit ihrer Premierensaison 2014/15 treu und verfügen auch über jahrelange Erfahrung als Privatteam.

Erst seit der Saison 2018/19 schultert man den Werkseinsatz für BMW. Zusammen holte man bisher vier Rennsiege und zwei Mal Platz fünf in der Team-Wertung. "Noch ist nicht sicher, was mit dem Team passiert", hofft Dennis auf eine Fortsetzung des Andretti-Engagements in der Formel E.

"Ich muss mich daher einfach auf meinen Job in diesem Jahr konzentrieren, und bis zum August, wenn die Saison vorbei ist, habe ich hoffentlich alles in meiner Macht stehende getan, um meine Karriere in der Formel E fortzusetzen."

Dennis ersetzt in diesem Jahr seinen Landsmann Alexander Sims als Teamkollege von Maximilian Günther in BMW's Formel-E-Team. Sims, der im vergangenen Jahr für die Münchner die 24h Nürburgring gewonnen hatte, ist für die anstehende Saison zu Mahindra Racing abgewandert.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.