Bochumer Riemann empfiehlt sich für Fair-Play-Preis

Bochumer Riemann empfiehlt sich für Fair-Play-Preis
Bochumer Riemann empfiehlt sich für Fair-Play-Preis

Torhüter Manuel Riemann von Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat sich beim 3:1 (3:0) der Westfalen gegen den 1. FC Nürnberg am Montagabend für den Fair-Play-Preis empfohlen. Der Schlussmann ermahnte erfolgreich die eigenen Fans, ihre Schmähgesänge in Richtung des jungen Nürnberger Keepers Benedikt Willert zu unterlassen.
Der 18-jährige Willert gab angesichts der Personalsorgen beim Club sein Profi-Debüt und patzte beim 0:2 von Simon Lorenz (40.) schwer. Daraufhin wurde er von den Bochumer Anhängern verhöhnt, ehe Riemann einschritt. Beim Gang in die Kabinen nahm er seinen Kollegen in den Arm, sprach ihm Mut zu.
"Ich fand es einfach nicht angebracht, den gegnerischen Torwart runterzumachen, weil er das nicht verdient hat", sagte Riemann nach dem Spiel bei Sky. Willert habe "ein richtig gutes Spiel gemacht", der Patzer sei "übertrieben unglücklich" gewesen, meinte der 31-Jährige und ergänzte: "Mir ist es heute genauso in der fünften Minute passiert. Ich habe dann aber das Quäntchen Glück gehabt, dass es nicht bestraft wurde." In der Szene scheiterte Nürnbergs Angreifer Michael Frey.
Der VfL schloss sich seinem Torwart an. "Fehler passieren. Ob mit 18 oder 38. Kopf hoch und weiter machen, viel Erfolg für deine Laufbahn, Benedikt Willert!", twitterte der Verein. Club-Kapitän Hanno Behrens wollte dem etatmäßigen U19-Keeper Willert, der zuletzt schon in der U21 des Altmeisters spielte, "keinen Vorwurf" machen: "In solchen Szenen müssen wir ihm besser helfen."
Willert kam in Bochum zum Einsatz, weil vier Torhüter ausfielen. Stammkeeper Christian Mathenia (Kniescheibenbruch) und Patric Klandt (Achillessehnenriss) fallen bis Saisonende aus, Jonas Wendlinger hat eine Schambeinentzündung, Andreas Lukse saß mit einem Infekt auf der Bank.




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