Bode: TV-Gelder-Verteilung ein Gradmesser für Reformbereitschaft

SID
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Bremen (SID) - Die künftige Verteilung der TV-Gelder in den Fußball-Bundesligen ist für Aufsichtsrats-Chef Marco Bode vom Erstligisten Werder Bremen ein Gradmesser für den zuletzt beschworenen Willen zu Reformen im deutschen Profi-Bereich. "Auf die Diskussionen kann man schon sehr gespannt sein. Da wird man sehen, inwieweit schon eine Bereitschaft vorhanden ist, sich zu verändern", sagte der Ex-Nationalspieler im Weser-Kurier.

Bodes Mahnung erfolgte vor dem Hintergrund des sich abzeichnenden Konflikts über den Umgang mit den Milliarden-Einnahmen aus dem ab Sommer 2021 gültigen TV-Vertrag. Besonders die Topvereine plädieren für eine Beibehaltung des derzeitigen Verteilerschlüssels mit sportlichen Erfolgen als Hauptkriterium. Andere Klubs hingegen erhoffen sich von einer anderen Regelung für die Zukunft mehr Wettbewerb.

Grundsätzlich hatten die Vereine in der Anfangsphase der Corona-Pandemie angesichts hoher Einnahmeverluste und sogar teilweise existenzbedrohender Finanznöte einen Kurswechsel im gesamten Profi-Fußball befürwortet. Bode hält entsprechende Reformen jedenfalls für "die Branche insgesamt" auch für unverzichtbar: "Ich finde schon, dass wir alle bereit sein müssen, uns zu verändern. Insbesondere bei den Zielen integrer Wettbewerb, wirtschaftliche Robustheit der Klubs und Identifikation zu den Fans - auch da ist etwas kaputt gegangen oder durch die Corona-Krise zumindest bedroht", sagte der 51-Jährige.