Den Krebs besiegt! Das rät Beach-Star Borger anderen Betroffenen

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Beim World-Tour-Turnier in Quinzhou/China hat Karla Borger an der Seite von Julia Sude gerade den ersten gemeinsamen Titel gefeiert.

Umso bemerkenswerter, hatte Borger vor nicht allzu langer Zeit noch mit einer schweren Krankheit zu kämpfen.


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"Ich hatte an der Gebärmutter Krebsvorstufe vier", verriet die 30-Jährige im Interview mit Hitradio antenne 1. 2017 habe sie am Flughafen die Nachricht bekommen, sie solle sich umgehend bei ihrem Frauenarzt melden. 

Dieser habe ihr anschließend mitgeteilt, "dass eben bösartiges Gewebe gefunden wurde" und gefragt, "wann ich denn vorbeikommen könne".

"Ich kann sofort vorbeikommen", habe Borger geantwortet, ihr Frauenarzt jedoch beschwichtigt: "So schnell jetzt auch nicht, jetzt ist erst mal Wochenende. Dann komm doch am Montag."

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Da der Krebs aber noch in einem frühen Stadium war, konnte er schnell besiegt werden.

"Ich kann einfach froh sein, dass es frühzeitig erkannt wurde", betont Borger mit Blick auf den letztlich glücklichen Verlauf. Eine positive Erfahrung, die sie weitergeben möchte.

"Natürlich fällt man im ersten Moment, wenn man 'bösartiges Gewebe' hört, in ein Loch rein. Wenn man es aber mit etwas Abstand sieht, sollte man einfach zur Vorsorge gehen und dann wird einem da schon geholfen", erklärt Borger - und gibt anderen Betroffenen einen wichtigen Rat mit auf den Weg: "Definitiv sollte man es nicht googeln, es hilft einem nicht, sondern macht einen nur verrückt."

Olympia ist das Ziel

Inzwischen steht bei ihr wieder voll und ganz der Sport im Vordergrund, das große Ziel heißt Olympia. Mit ihrer neuen Partnerin Julia Sude will sie 2020 in Tokio an den Start gehen. Die Vorzeichen stehen gut, auch wenn es ein Risiko war.

"Julia und ich haben uns Anfang des Jahres erst zusammengetan. Man darf auch nicht vergessen: Bis Olympia ist es nur noch ein Jahr. Es war also auch ein Sprung ins kalte Wasser", berichtet Borger.

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Allerdings kennen sich die beiden schon lange. So lange, dass es sogar gemeinsame Kindheitserinnerungen gibt.

"Ihr Papa (Sudes Vater/Anm. d. Red.) hat früher in der Halle und im Sand gespielt, genau wie meine Mutter. Daher gibt es da eine ganz süße Geschichte, wie Julia und ich bei den Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand zusammen trainiert haben. Da waren wir vielleicht sechs oder sieben Jahre alt", erinnert sich Borger an die gemeinsame Vergangenheit.


Auch im weiteren Verlauf ihrer Karriere haben sich die Wege schon einmal gekreuzt.

"Wir haben früher - ich glaube in der U23 - die Europameisterschaft zusammengespielt", erzählt Borger - und schaut nicht nur deshalb positiv in die gemeinsame Zukunft: "Letztendlich weiß man nie, wie sich sowas entwickelt, aber die Grundvoraussetzungen sind da."

Mit dem Erfolg in Quinzhou haben Borger/Sude diese Einschätzung erstmals eindrucksvoll untermauert.

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