Borussia Dortmund: BVB-Fanklub schmeißt AfD-Mitglieder raus

Christian Köpps

Der Fanklub "BVB Freunde Deutschland" hat in einer Veröffentlichung angekündigt künftig Mitglieder der Partei "Alternative für Deutschland" auszuschließen. Damit hat der Fanklub viele Sympathien, doch ebenfalls ​einige Hassparolen auf sich gezogen. 

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Foto: Gettyimages

In der Erklärung vom 9. März wird mitgeteilt, dass Mitgliedern, die offensichtlich der "AfD" angehören, die Mitgliedschaft entzogen werde. Ausschlaggebend für diesen Entschluss war, dass die Internetseite des Fanklubs "mit rechten Parolen, frauenfeindlichen Angriffen und homophoben Äußerungen" überflutet wurde.

"In unserer Freizeit haben wir sehr viel Löscharbeit betreiben müssen, damit unsere Seiten nicht mit solchen Dingen zugemüllt werden. Durch Profilbilder, Wahlprogramm-Themen und den Texten war erkennbar, dass es sich um AfD-Mitglieder oder -Sympathisanten handelte. Da möchten wir zukünftig einen Riegel vorschieben und den Fußball wieder in den Mittelpunkt setzen", erklärt Matthias Saathoff, Vorsitzender des BVB-Fanclubs.


Die Entscheidung und Mitteilung des Fanklubs sorgte für mediales Aufsehen. Überwiegend waren die Reaktionen und das Feedback positiv, doch es soll auch kritische Stimmen gegeben haben, die ins Extreme ausarteten. 


Vor allem auf Pegida-Seiten wurde das Vorgehen der "BVB Freunde" diffamiert, doch "leider wurden dort Fakten verdreht und die Menschen sind aufgehetzt worden. Das führte zu vielen Hassmails mit Morddrohungen", so Saathoff.

Dennoch wird der Klub nicht von seiner Entscheidung abrücken.  "Jeder Mensch auf dieser Welt ist dem anderen Menschen gleichgestellt. Es sollte keine Unterschiede in den Hautfarben geben, in den Nationalitäten und dergleichen. Wir alle Leben auf dieser Welt und wir alle haben den Auftrag diese Welt gemeinsam und jeder für sich zu einem wunderbaren Ort zu machen."

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