Borussia Dortmund sanktioniert eigene Ultra-Gruppierung

Jan Marschke
90Min

​Der BVB hat nun gegen seine Ultra-Gruppierung 'The Unity' hart durchgegriffen und deren Verkaufsstand dicht gemacht. Damit reagierte der Verein auf die Ausschreitungen u.a. beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Sehr zum Leidwesen der eigenen Fans.

Foto: Getty Images

Bisher verkauften Mitglieder der 'Unitys' in ihrer Verkaufsbude Aufkleber, Fanzines und andere Artikel. Damit ist nun Schluss. „Als Konsequenz aus den Vorfällen rund um das Heimspiel gegen Leipzig hat die BVB-Vereinsführung das Büdchen vorerst auf unbestimmte Zeit geschlossen", gab die Unity auf ihrer Website bekannt und äußerte gleichzeitig harte Kritik an der Vereinsführung. 


"Es ist ziemlich durchschaubar, dass diese Maßnahme hauptsächlich dient, dass man im Zweifelsfall gegenüber Medien und Polizei irgendetwas vorzuweisen hat, mit dem man die Ultras bzw. die größte Ultragruppe 'bestraft'. Wir für unseren Teil haben uns in der Vergangenheit ja schon mit ganz anderen Problemen konfrontiert gesehen, sodass diese Strafe natürlich ziemlich ins Leere läuft“, hieß es weiter.

Durch die Verkäufe werden unter anderem die Choreographien der Gelben Wand finanziert, wie zuletzt vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen Benfica Lissabon. Deshalb habe man sich vom Verein mehr "Rückgrat" erhofft, da er sich gerne mit dieser Art der Fankultur "schmückt".


Doch auch die Medien bekamen ihr Fett weg: "Dass die Benfica-Choreo von vielen Medien gefeiert wurde, während ein paar Wochen zuvor noch die 'Wand der Schande' ausgerufen wurde, zeigt doch deutlich, wie sprunghaft die öffentliche Meinung oftmals ist“.


Bereits beim Spiel gegen Ingolstadt am vergangenen Freitag blieb das Büdchen geschlossen. Ob die 'Unity' nun einen Protest plant, geht aus ihrer Stellungnahme nicht hervor.



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