Borussia Dortmund: Verletzungen, Sperren und die Aufstellung für's Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln

Borussia Dortmund hat Mut und Selbstvertrauen getankt mit dem 3:2-Sieg Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern. Nach dem Erreichen des ersten Ziels in dieser Saison - der Einzug ins Pokalfinale - soll das zweite auch schnellstmöglich klargemacht werden. Doch für die direkte Qualifikation für die Champions League muss der BVB in der Bundesliga mindestens Dritter werden. Ein Sieg gegen 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) ist also Pflicht.

"Dieser Erfolg ist für's Selbstvertrauen und für die Entwicklung der Mannschaft unersetzbar", sagte Trainer Thomas Tuchel nach dem Sieg im Pokalhalbfinale gegen den FC Bayern. Diese Entwicklung soll nun in der Bundesliga weitergeführt werden. Und schließlich gibt es eine Serie zu verteidigen: Seit über zwei Jahren haben die Borussen zu Hause nicht mehr verloren.

Langsam aber sicher wird die Verletztenliste bei Borussia Dortmund kürzer. Pausieren muss Nuri Sahin, der sich im Spiel gegen Mönchengladbach einen Teilriss des Außenbandes im Sprunggelenk zugezogen hat. Auch Sebastian Rode wird fehlen - er laboriert an einem Muskelbündelriss.

BVB: Bartra gibt sich zuversichtlich

Ebenfalls nicht einsatzbereit sind die Weltmeister Andre Schürrle und Mario Götze, für die die Saison bereits beendet ist. Zudem fehlt Marc Bartra, der beim Anschlag auf den Mannschaftsbus schwer an der Hand verletzt worden war und operiert werden musste.

In dieser Beziehung kann der BVB aus dem Vollen schöpfen. Kein Spieler muss zuschauen und es droht auch keinem Akteur eine Sperre.

Nach dem Pokal ist vor der direkten Champions-League-Qualifikation. Klar, dass Trainer Thomas Tuchel die beste Mannschaft auf's Feld schicken will. Voraussichtlich wird es gegenüber dem DFB-Pokalhalbfinale nur auf einer Position einen Wechsel geben.

Im Tor stehen wird Roman Bürki. Die Dreierkette in der Defensive werden wohl erneut Sokratis, Sven Bender und Lukasz Piszczek bilden.

Auf dem linken Flügel wird Raphael Guerreiro zum Einsatz kommen, der gegen Mönchengladbach traf. Auf der rechten Seite dürfte Tuchel wieder auf Erik Durm setzen. Er belebte das BVB-Spiel in der 2. Halbzeit im Pokal. Im Zentrum des Mittelfelds wird Julian Weigl das Spiel lenken, neben ihm wohl Gonzalo Castro spielen. Gesetzt scheint derzeit Ousmane Dembele und auch Marco Reus steht in der Startelf.

Im Sturm hat Pierre-Emerick Aubameyang seinen Platz sicher.

Die Formkurve des 1. FC Köln zeigt etwas bergab. Die erhoffte Europa-League-Teilnahme in der kommenden Saison gerät deshalb inzwischen in ernsthafte Gefahr. Durch das 1:1 am vergangenen Wochenende gegen die TSG Hoffenheim fielen die Kölner auf den achten Platz zurück - die schlechteste Saisonplatzierung. Auf einen Europa-League-Rang fehlen jetzt drei Punkte.

Ein Sieg in Dortmund wird also eigentlich dringend benötigt. Doch FC-Trainer Peter Stöger glaubt nicht so recht daran. "Ich fürchte, diese Müdigkeit wird sich bei den Dortmundern nach diesem positiven Erlebnis in Grenzen halten und ihnen noch einmal einen Schub geben", sagte er.
 

Dortmund gegen Köln in der Goal Live Scores App

Aufgeben will der Trainer aber nicht. "Wir müssen schon an unsere Grenzen, an unser absoluten Optimum gehen um etwas mitzunehmen", sagte er. Nur gut, dass Simon Zoller und der ehemalige BVB-Profi Milos Jojic wieder rechtzeitig fit werden. Sorgen bereitet allerdings Yuya Osako, der an einer Grippe leidet.

Ungewohnt dürfte die Situation für Neven Subotic werden, der momentan auf Leihbasis in Köln spielt. Beim BVB hat er viele Freunde und kehrt als Publikumsliebling zurück an die alte Wirkungsstätte. Applaus wird ihm sicher sein.

  • Seit Peter Stöger Köln trainiert, sind die Geißböcke gegen Dortmund unbesiegt (2 Siege, 3 Remis). Das ist umso bemerkenswerter, weil der BVB davor 8 Siege in Folge gegen den FC gefeiert hatte (2008-12, bei insgesamt 22-5 Toren).

  • Dortmund gewann seine letzten beiden BL-Spiele und liegt nun als Dritter 1 Punkt vor Hoffenheim, das am 32. Spieltag in Dortmund gastiert. Köln fiel durch das 1:1 gegen die Sinsheimer auf Platz 8 zurück – die schlechteste Saisonplatzierung.

  • Aus den letzten 11 Bundesliga-Spielen holte Köln nur 9 Punkte (2 Siege, 3 Remis, 6 Niederlagen). 6 Niederlagen in der Rückrunde sind schon doppelt so viele wie in der kompletten Hinrunde in 17 Spielen.

  • In diesen 11 Spielen kassierte Köln 21 Gegentore und damit im Schnitt fast 2 pro Partie – an den ersten 19 Spieltagen waren es nur 16 Gegentore. In 8 der letzten 11 Spiele waren es mindestens 2 Gegentore, 3-mal dabei sogar je 3.

  • Der BVB verlor keines der letzten 35 Heimspiele im Oberhaus (29 Siege, 6 Remis), das ist laufender Vereinsrekord. Die letzte Heimniederlage kassierte Dortmund am 4. April 2015 beim 0:1 gegen den FC Bayern, damals noch unter Jürgen Klopp.

  • Seit dem 6:1 in Darmstadt am 18. Spieltag holte Köln aus 5 BL-Gastspielen nur 1 Punkt (2:2 in Ingolstadt) und kassierte dabei 11 Gegentore, zudem gab es in dieser Phase auch das Pokal-Aus mit einem 0-2 beim HSV.

  • Der BVB traf in den letzten 21 BL-Spielen, aktuell die längste Serie der Liga. Zudem ist es für den BVB die längste Serie unter Thomas Tuchel in der Bundesliga. Ohne Tor blieben die Schwarz-Gelben zuletzt am 9. Spieltag beim 0-0 gegen Schalke.

  • In der Vorsaison hatte die Borussia nach 30 Spielen satte 15 Punkte mehr auf dem Konto (71) als aktuell (56). Zum Vergleich: Mit der Ausbeute des Vorjahres wäre der BVB sogar Tabellenführer – die Bayern stehen aktuell nur bei 70 Zählern.

  • Mit seinem 27. Saisontor baute Pierre-Emerick Aubameyang seinen persönlichen Rekord weiter aus (in der Vorsaison waren es 25). Der letzte BVB-Spieler, dem 27 BL-Saisontore gelangen, war Manni Burgsmüller vor 36 Jahren (27 Treffer 1980/81).

  • 9 dieser 27 Tore bereitete Ousmane Dembele vor, ein neuer Rekord für Tor-Vorlage-Kombinationen in einer Saison seit detaillierter Datenerfassung 2004. Den bisherigenRekord hatten Miroslav Klose und Johan Micoud 2005/06 aufgestellt (8).

Das Spiel wird am Samstag auf Sky übertragen, Anstoß ist um 15.30 Uhr. Eine Zusammenfassung ist ab 18:30 Uhr in der ARD und ab 23 im ZDF-sportstudio zu sehen.

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