Bottas fordert mehr Geld für seine Freundin - Politiker kontert

SPORT1
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Valtteri Bottas nutzt seine große Bekanntheit als Formel-1-Pilot, um sich für mehr Gleichberechtigung einzusetzen.

Konkret ist dem Mercedes-Piloten die ungleiche Preisgeldverteilung im Profisport ein Dorn im Auge, wie er mit dem Beispiel der Flandern-Rundfahrt untermauert.

Bei Twitter postete der Finne zwei Bilder, die zeigen, wie viel Geld Männer und wie viel Frauen bei der Radsportveranstaltung in Belgien verdienen.

Bottas rechnete den Schnitt pro gefahrenem Kilometern aus, was bei den Männern 82 Euro und bei den Frauen nur zehn Euro entspricht. Dazu schrieb er: "Ich begreife das nicht."

Bottas: "Arbeiten Männer und Frauen nicht gleich hart"

Weiter schreibt Bottas, dass es ihm nicht um das Geld, sondern um die Gleichberechtigung geht: "Arbeiten Männer und Frauen nicht gleich hart, um dieses Rennen gewinnen zu können?"

Warum der 31-Jährige sich ausgerechnet den Radsport für seine Beschwerde aussuchte, ist klar: Seine Freundin ist die australische Profi-Radfahrerin Tiffany Cromwell, die die Flandern-Rundfahrt auf Platz 36 abschloss.

Bottas stellte Cromwell im Februar als seine neue Freundin vor, nachdem erst Ende November das überraschende Ehe-Aus mit der finnischen Schwimmerin Emilia Pikkarainen öffentlich wurde.

Finnischer Abgeordneter teilt gegen Bottas aus

Vom finnischen Parlamentsabgeordneten Jani Mäkelä wurde Bottas für seine Aussagen derweil scharf kritisiert. "Bleiben Sie auf den Knien. (F1-Fahrer protestieren mit Kniefall für mehr Gleichberechtigung, Anm. d. Red.) Vielleicht verstehen Sie es irgendwann", entgegnete er als erste Reaktion.

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In der finnischen Boulevardzeitung Iltalehti erläuterte er weiter, dass es "der grundlegende Punkt einer Marktwirtschaft" sei, dass "Veranstaltungen, die ein größeres Publikum, Sponsoring und Medienberichterstattung anziehen, mehr Geld einbringen".

Als Seitenhieb gegen Bottas, der für ihn "moralisches Posing betreibt", fügte Mäkelä noch hinzu: "Deshalb frage ich mich, wie eine Person, die in einer solchen Branche Millionen verdient, dies nicht verstehen kann."