Box-Präsident erklärt Rücktritt nach Anschuldigungen

Sportinformationsdienst
Sport1

Der umstrittene Präsident des Box-Weltverbandes AIBA, Gafur Rachimow, hat offiziell seinen Rücktritt erklärt.


"Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, mit sofortiger Wirkung als AIBA-Präsident zurückzutreten", teilte der Usbeke in einer Stellungnahme auf der Homepage des Verbandes mit.

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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte die AIBA von den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ausgeschlossen. Neben einer ganzen Reihe von Skandalen und Mängeln auf dem Gebieten Good Governance, Finanzen und Ethik stand dabei auch die Personalie Rachimow immer wieder im Mittelpunkt.

Rachimow streitet Vorwürfe rigoros ab

Der Usbeke wurde von US-Behörden als einer der führenden Kriminellen seines Landes eingestuft. Im vergangenen November hatte Rachimow bereits erklärt, sein Amt ruhen zu lassen, allerdings soll er im Hintergrund weiter die Strippen gezogen haben.


Rachimow betonte am Montag erneut, die Anschuldigungen gegen ihn seien "politisch motiviert". Seinen Namen von den falschen Behauptungen reinzuwaschen, erforderten nun einen Großteil seiner Zeit.

Der Verband wird derzeit vom Interimspräsidenten Mohamed Moustahsane geführt. Im November soll bei einem Kongress der Nachfolger Rachimows gewählt werden.

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