Münchener Boxer stirbt nach Kampf

Der Boxer Musa Askan Yamak stirbt nach einem Kampf in Garching. Für Diskussionen sorgen der Rettungseinsatz mit großen Polizeieinsatz

Münchener Boxer stirbt nach Kampf
Münchener Boxer stirbt nach Kampf

Der Boxer Musa Askan Yamak ist nach einem Kampf in Garching bei München gestorben.

Laut übereinstimmenden Medienberichten starb der 38-Jährige am Sonntagnachmittag an den Folgen eines Herzinfarkts. Im Ring sei er wiederbelebt und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er später verstarb.

Die Polizei gab zunächst an, dass das Rettungsteam bei der Behandlung vor Ort gestört worden sei. „Den Sanitätern boten sich vor Ort turbulenten Szenen von emotional aufgeladenen Fans und Familienangehörigen“, sagte ein Sprecher der Polizei München der Bild: „Um die Sicherheit der Sanitäter zu gewährleisten, haben wir eine Menge Streifen und das USK losgeschickt. Vor Ort haben wir dann einen Schutz–Korridor eingerichtet, damit die Sanitäter sicher und gewissenhaft arbeiten können.“

Polizei spricht von Störung - Betreuer und Stadt widersprechen

Ein Vertreter des Betreuerteams wies die energisch zurück: „So war das nicht! Die Zuschauer haben vor dem Eintreffen der Sanitäter Erste Hilfe geleistet und versucht Yamak zu retten. Das ist Bullshit.“

Man habe „selbst den Ring und die Seile abgebaut, um es für die Sanitäter leichter zu machen. Damit die Trage leichter in den Ring gehoben werden kann. Das ist Rufmord. Ein Bruder von uns ist im Ring gestorben. Die Polizei war sehr aggressiv. Hat uns angeschrien. Wir sollten uns verpissen, haben sie geschrien. Wir wollten ein Leben retten, es kann nicht sein, dass wir von allen die Buhmänner sind!“

Mittlerweile korrigierte die Polizei bei der Süddeutschen Zeitung ihre Darstellung. Keiner der Einsatzkräfte sei behindert worden. Die Polizei habe nur die notfallmedizinische Behandlung vor Ort abgesichert.

Ein Vertreter der Stadt Garching hatte der Darstellung der Polizei ebenfalls widersprochen: „Es war dramatisch und emotional, aber es gab definitiv keine Störung des Rettungsteams“, sagte Kulturreferent Thomas Gotterbarm. Die Stadt ergänzte in ihrer Mitteilung, dass die Stimmung im Saal emotional und betroffen gewesen sei und sich die Zuschauer gesittet verhalten hätten. Zudem sprach die Stadt den Angehörigen ihre Anteilnahme aus.

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