Brad Binder auf Talfahrt: "Zuletzt einige Tiefen hintereinander"

Gerald Dirnbeck
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Mit dem Sieg in seinem erst dritten MotoGP-Rennen hat Brad Binder Geschichte geschrieben. Der Triumph in Brünn (Tschechien) war auch der erste von KTM in der Königsklasse. Damit reihte sich Binder in eine Liste mit drei großen Namen ein. Auch Marc Marquez, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa haben in ihrer Debütsaison gewonnen.

Nach seinem Sieg fuhr Binder im nächsten Rennen in Spielberg 1 (Österreich) als Vierter ins Ziel. Dann riss die Serie an guten Ergebnissen allerdings. Seit Spielberg 2 lauteten seine Resultate: acht, zwölf, Ausfall, elf, zwölf, elf, Ausfall.

Für den Startunfall mit Jack Miller (Pramac-Ducati) in Aragon 2 muss Binder beim nächsten Rennen einmal durch die Long-Lap-Penalty fahren. Da im Oktober Alex Marquez (Honda) immer stärker wurde, entwickelte sich ein Duell um den Titel Rookie des Jahres.

Drei Rennen vor Saisonende haben Binder und Marquez 67 Punkte auf dem Konto. Iker Lecuona (Tech-3-K)M hat als dritter Rookie im Feld 40 Punkte Rückstand und wohl nur noch rechnerische Chancen.

Der Südafrikaner ist der erste MotoGP-Sieger von KTM

Der Südafrikaner ist der erste MotoGP-Sieger von KTM<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Der Südafrikaner ist der erste MotoGP-Sieger von KTMMotorsport Images

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Ganz zufrieden ist Binder nicht mit der Entwicklung seiner Rookie-Saison: "Ich hatte in diesem Jahr einige Höhen und Tiefen. Zuletzt hatten wir mehrere Tiefen hintereinander. Ich will wieder den Umschwung schaffen und die Saison so beenden, wie ich weiß, dass wir es können."

"Der Speed ist vorhanden, aber es fehlen wenige Zehntelsekunden, die einen großen Unterschied ausmachen", denkt der Südafrikaner an die engen Abstände im Feld. Das freie Wochenende will er nutzen, um vor dem letzten Triple-Header den Kopf freizubekommen: "Ich will alles ausblenden und dann in Valencia frisch beginnen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.