Breitner schreibt rührenden Brief an Hoeneß

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Breitner schreibt rührenden Brief an Hoeneß
Breitner schreibt rührenden Brief an Hoeneß

Einst waren sie unzertrennlich, dann kam es zum Bruch - und vor kurzem haben sie sich wieder miteinander versöhnt. 

Die Rede ist von Paul Breitner und Uli Hoeneß. Die langjährigen Weggefährten haben gemeinsam einiges durchgemacht. In einem vom FC Bayern veröffentlichten Brief hat sich Breitner nun mit rührenden Worten an seinen einstigen Mitspieler und Zimmer-Kollegen gewandt - Anlass ist der bevorstehende 70. Geburtstag von Hoeneß.

Breitner blickt dabei bis auf die erste Begegnung zurück, 1966 liefen sich die beiden meinungsstarken Kicker beim Lehrgang zur Süddeutschen Jugendauswahl erstmals über den Weg. Per Zufall wurden sie ins selbe Doppelzimmer gesteckt - „und wurden unzertrennbar“, wie der Weltmeister von 1974 schrieb.

„Wir verstanden uns auf Anhieb, weil wir trotz grundverschiedener Interessen und teils konträrer Ansichten bei zentralen Werten wie Wille, Einsatz und Fleiß wie eineiige Zwillinge sind. Unser Magnet war gegenseitiger Respekt: Wir wussten, dass wir uns zu 100 Prozent aufeinander verlassen können, auf dem Platz wie im Leben“, berichtet Breitner. 

Auch wegen Real wurde der Bayern-Traum Wirklichkeit

Beide seien schnell erwachsen geworden, bedingt durch ihr persönliches Umfeld. „Es war nur logisch, dass wir eine WG gründeten, als wir 1970 zum FC Bayern wechselten. Zu dem Zeitpunkt waren wir längst wie ein altes Ehepaar und wussten, wie der andere tickt.“

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Die enge Verbindung sei über das Persönliche hinausgegangen, man habe für den jeweils anderen „wichtige Telefonate geführt, verhandelt und Entscheidungen getroffen.“

Selbst als Breitner zu Real Madrid wechselte, blieb der Kontakt bestehen: „Meine Erfahrungen bei Real, das damals bereits über 600 Angestellte hatte, hast Du aufgesaugt wie ein Schwamm. In dieser Zeit ist die Idee gewachsen, aus dem FC Bayern ein zweites Real Madrid zu machen, einen Weltverein – das war unser gemeinsamer Traum.“

Breitner: Darum habe ich Hoeneß kritisiert

All die Jahre habe es kein böses Wort gegeben, bis es 1983 zum ersten großen Streit gekommen sei - weil Breitner die Karriere mit 31 Jahren beenden wollte, während Hoeneß die seine schon mit 27 verletzungsbedingt aufgeben musste: „Dabei war Dein Schicksal ja das große Glück für den FC Bayern: Du hast den Verein geprägt wie sonst nur Gerd Müller mit seinen Toren.“ 

Es war nicht der letzte Streit zwischen den beiden Ex-Bayern-Profis. Zwischenzeitlich wurde Breitner gar aus der Allianz Arena verbannt, weil er den FC Bayern und seine Entscheidungsträger kritisiert hatte.

Breitner kommentiert das in seiner Nachricht an Hoeneß so: „Dass ich Dich und den FC Bayern zwischendurch auch mal öffentlich angegangen bin, lag daran, dass sowohl Du als auch der Verein mir immer wichtig waren – und heute noch sind.“

Er habe manche Entscheidung kritisiert, weil er der Einzige gewesen sei, der „sich getraut hat, Dir Kontra zu geben. Ich wollte damit auf Dinge aufmerksam machen, zum Wohl unseres FC Bayern. Wäre es mir egal gewesen, hätte ich mich gar nicht erst damit beschäftigt.“

„Bin froh, dass wir zur Vernunft gekommen sind“

Hoeneß hatte in einem Interview mit dem Kicker betont, wie wichtig es ihm sei, sich mit Breitner nach all den Jahren ausgesprochen zu haben. „Wenn man nicht mehr permanent mit dem Tagesgeschäft beschäftigt ist, fängt man an nachzudenken und merkt dann: Das Leben ist angenehmer, wenn man weniger Feinde hat. Mit Paul ist alles okay. Wenn es ein Thema gibt, telefonieren wir.“

Breitner schrieb: „Lieber Uli, ich bin froh, dass wir beide zur Vernunft gekommen und aufgewacht sind: Es wäre schlimm gewesen, wenn wir unseren Weg nicht auch jetzt noch zusammen genießen könnten.

Zum Abschluss sagte Breitner, der ein Jahr älter ist: „Da ich Dir altersmäßig immer ein paar Monate voraus war, kann ich versichern: Auch der 70. tut nicht weh.“ Ein großes Fest wird Hoeneß am 5. Januar wegen der Pandemie nicht feiern - aber sonst wäre der langjährige Weggefährte sicher eingeladen.

Im Video: Das wollte Uli Hoeneß bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern sagen

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