Bremsversagen: Rinaldi springt vom Bike, Redding schimpft auf das GoEleven-Team

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

Ducati-Pilot Michael Ruben Rinaldi bewies beim WSBK-Trainingsauftakt in Jerez großen Mut. Der Italiener fuhr im FT2 die Bestzeit, obwohl er im FT1 eine heftige Schrecksekunde erlebt hatte.

Was war passiert? Beim Anbremsen von Kurve 6, der Haarnadelkurve nach der langen Gegengeraden, baute der Bremsdruck an der GoEleven-Ducati ab und Rinaldi musste vom Motorrad springen. Es war nicht das erste Mal, dass bei GoEleven ein Bremsverlust die Gesundheit des Fahrers gefährdete.

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"Ich hatte am Vormittag ein kleines Problem mit der Bremse. Ich konnte danach das FT1 nicht mehr fortsetzen", berichtet Rinaldi und präzisiert: "Es war menschliches Versagen. Ich verlor Bremsdruck."

"Zu Beginn des Bremspunkts funktionierte die Bremse, doch dann ließ der Druck nach", berichtet Rinaldi, der in der Ausnahmesituation richtig handelte: "Ich konnte das Motorrad nicht verzögern und entschied mich dazu, vom Motorrad zu springen."

Scott Redding findet klare Worte für die Pannen bei GoEleven

Scott Redding findet klare Worte für die Pannen bei GoEleven <span class="copyright">Ducati</span>
Scott Redding findet klare Worte für die Pannen bei GoEleven Ducati

Ducati

Bereits beim WSBK-Event in Thailand vor einem Jahr sorgte GoEleven-Ducati für Schlagzeilen, weil die Bremsanlage versagte. Damals donnerte Eugene Laverty ungebremst in die Auslaufzone. Für Ducati-Werkspilot Scott Redding gibt es dafür keine Entschuldigung.

"Es ist das gleiche Team mit dem gleichen Problem. Die Situation ist absolut identisch. Es arbeiten die gleichen Mechaniker in der Box. Es sollte niemals passieren, erst recht nicht zwei oder drei Mal", schimpft Redding und betont: "In meinem Team haben wir dieses Problem nicht."

Mit Bildmaterial von Team Go Eleven.

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