"Brich die Runde ab!" - Bottas ignoriert Mercedes-Anweisung

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"Brich die Runde ab!" - Bottas ignoriert Mercedes-Anweisung
"Brich die Runde ab!" - Bottas ignoriert Mercedes-Anweisung

Falls jemand noch einen endgültigen Beweis für die SPORT1-Meldung am Dienstag über das Aus von Valtteri Bottas bei Mercedes brauchte, hat ihn wohl im Rennen in Zandvoort geliefert bekommen.

Der sonst so treue Helfer von Mercedes-Star Lewis Hamilton wurde kurz vor Schluss in die Box beordert - offiziell aus Sicherheitsgründen, weil Vibrationen am Auto festgestellt worden waren. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Für Bottas bot sich aber somit die Gelegenheit, die schnellste Rennrunde und damit den Extrapunkt zu holen. Es gab dabei nur ein Problem - diese gehörte bereits Hamilton, der im WM-Kampf mit Verstappen auf jeden Zähler angewiesen ist.

Mercedes an Bottas: „Bitte brich die Runde ab“

Daher schritt Mercedes ein, nachdem Bottas direkt einen schnellsten Sektor hingelegt hatte und funkte eine klare Anweisung an den Finnen. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

„Bitte brich am Ende der Runde den Versuch der schnellsten Rennrunde ab“, teilte Mercedes-Chefstratege James Vowles höchstpersönlich mit.

Bottas ging im letzten Sektor allerdings nur leicht vom Gas und so krallte er sich entgegen der ausdrücklichen Teamorder die schnellste Rennrunde trotzdem. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Mercedes reagierte sofort, da auch Hamilton hektisch funkte: „Ich brauche diesen Punkt.“ Mit frischen Reifen und seiner fahrerischen Klasse konterte der Brite die Runde von Bottas dann auch problemlos.

Wolff über Bottas: „War da ein bisschen frech“

Für eine kleine Schrecksekunde hatte Bottas beim Team aber dennoch gesorgt, auch wenn es Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen entspannt kommentierte. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

„Wir mussten ihn ein bisschen erinnern, dass er vom Gas geht. Das hat er dann auch gemacht. Valtteri war da ein bisschen frech. Er wollte einfach zeigen, dass er die Pace hat. Das war okay.“

Im Endeffekt machte es für Mercedes keinen Unterschied, aber es bleibt die Frage, ob sich Bottas für den Rest der Saison noch häufiger als Bremsklotz für Verstappen einspannen lässt oder diesen weniger vehement verteidigt als früher.

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