Bronze in Berlin: Nowitzki sieht "rosige Zukunft"

Bronze in Berlin: Nowitzki sieht "rosige Zukunft"
Bronze in Berlin: Nowitzki sieht "rosige Zukunft"

Basketballidol Dirk Nowitzki traut dem deutschen Nationalteam nach dem Bronze-Coup bei der Heim-EM auch in den kommenden Jahren einiges zu. "Die Leistungsträger sind noch jung. Ich glaube, dass die Zukunft für den deutschen Basketball rosig ist", sagte Nowitzki bei MagentaSport, nachdem Kapitän Dennis Schröder und Co. am Sonntag das Spiel um EM-Bronze gegen Polen in Berlin mit 82:69 (36:23) gewonnen hatten.

Schröder, der wieder einmal mit 26 Punkten geglänzt hatte, beteuerte, er werde auch in Zukunft dem Ruf der Nationalmannschaft folgen. "Die Teamchemie ist enorm. Ich werde hier so lange bleiben, bis ich nicht mehr laufen kann", sagte der NBA-Profi der Los Angeles Lakers und fügte an: "Ich glaube, wir haben deutschen Basketball wieder ein bisschen sexier gemacht. Der Trend geht in die richtige Richtung."

Nowitzki und Schröder sahen derweil in NBA-Shootingstar Franz Wagner einen der kommenden prägenden Köpfe. "Der wird die Nationalmannschaft mit führen. Er ist eine unglaubliche Persönlichkeit", sagte Schröder. Nowitzki hofft, dass Wagner "eine lange, lange Karriere international vor sich" hat. Mit seinen gerade einmal 21 Jahren spielte der Profi von Orlando Magic eine starke EM und legte im Schnitt 15,2 Punkte auf.

Auch Bundestrainer Gordon Herbert sieht die Mannschaft, die für die WM 2023 in Japan, Indonesien und auf den Philippinen so gut wie qualifiziert ist, noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung. "Als ich mit den Jungs im August gesprochen habe, haben sie sich für drei Jahre verpflichtet, um etwas aufzubauen", sagte Herbert. Jedes erfolgreiche Nationalteam habe sich über eine gewisse Zeit eine eigene Identität erarbeitet. "Wir fangen damit gerade erst an", sagte der Kanadier.

Mit der dritten EM-Medaille nach Gold 1993 und Silber 2005 hat auch die Mannschaft Blut geleckt, das Halbfinal-Aus gegen Spanien und die verpasste Titelchance sollen ein Ansporn sein. "Wir haben diesen Hunger. Die Enttäuschung, dass es nicht für das Finale gereicht hat, steckt bei uns drin", sagte Co-Kapitän Johannes Voigtmann: "Das ist ein gutes Signal, weil alle so eine Erwartung hatten, dass wir ins Finale gehen. Das müssen wir behalten - diesen Siegeswillen."