Budget-Obergrenze in der MotoGP? Bradley Smith ist skeptisch

Sebastian Fränzschky

Aprilia ist aktuell das Schlusslicht der MotoGP. KTM etablierte sich in den vergangenen Jahren als fünfte Kraft in der MotoGP. Honda, Yamaha, Ducati und Suzuki sind ohnehin außer Reichweite für den vergleichsweise kleinen Hersteller aus Italien. An Ressourcen mangelt es aber laut Testpilot Bradley Smith nicht. Demzufolge würde es laut Smith keinen Sinn ergeben, Aprilias Chancen durch eine Budget-Obergrenze zu vergrößern.

"Es ist schwierig, ein ausgeglichenes Spielfeld zu ermöglichen. Die Dorna leistet Jahr für Jahr fantastische Arbeit, indem sie versucht, alle mit der gleichen ECU und den gleichen Reifen auszustatten. Doch das ist die MotoGP und wir müssen versuchen, den Herstellern Freiheiten zu geben. Dadurch entsteht großartiger Rennsport. Dadurch gibt es so eine tolle Action", erklärt Smith.

"Aus diesem Fahrerlager kommen viele tolle Technologien. Man muss den Herstellern freien Lauf lassen, damit sie arbeiten können. Sie müssen einen Sponsor für die Finanzierung finden. Wir können uns sehr glücklich schätzen, Piaggio zu haben", bemerkt Smith. "Es ist eine der größten Motorrad-Gruppen weltweit."

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Bradley Smith denkt nicht, dass Aprilia zu wenig finanzielle Mittel hat

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Bradley Smith denkt nicht, dass Aprilia zu wenig finanzielle Mittel hat LAT

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"Wenn wir das Level von Honda, Yamaha oder KTM erreichen möchten, dann sind wir in der Lage dazu. Es geht nur darum was man will und was das Unternehmen sich wünscht. Ich bin weit davon entfernt, solche Entscheidungen zu treffen. Wenn ich am Drücker wäre, würde ich den Jungs so viel Geld bereitstellen, wie ich nur könnte", erklärt Smith.

"Ich würde 150 Ingenieure verpflichten, die Chassis' herstellen, bis sie uns zu den Ohren herauskommen. Doch ich bin nicht in der Lage dazu und weiß, dass in dieser politischen Welt mehr nötig ist, als nur Geld zu investieren", schildert der Brite. "Es sind Zeit, eine Struktur und ein genauer Plan nötig."

Mit Bildmaterial von LAT.

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