Budgetgrenze: Claire Williams dankbar, dass Topteams ein Einsehen hatten

Norman Fischer
motorsport.com

Die Formel 1 hat sich auf eine weitere Absenkung der Budgetgrenze geeinigt. Von den ursprünglichen 175 Millionen US-Dollar ist man angesichts der Coronakrise abgewichen und hat sich jetzt auf eine neue Grenze von 145 Millionen US-Dollar verständigt. "Das ist wichtig für ein unabhängiges Team wie unseres", weiß Williams-Teamchefin Claire Williams.

Die Verhandlungen um eine niedrigere Grenze waren zäh, da vor allem Ferrari und Red Bull nicht noch weiter nach unten gehen wollten. Williams weiß, dass es die Topteams in Schwierigkeiten bringt, und zeigt Verständnis für ihre Position. "Sie haben Budgets, die deutlich darüber liegen. Es ist nicht einfach für sie", sagt sie gegenüber 'Sky'.

"Ich habe eine Menge Verständnis für sie, aber ich freue mich auch, dass sie das Ausmaß der Situation gesehen und reagiert haben, wie sie es mussten", so die Teamchefin.

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Für ihr Team wäre eine noch niedrigere Grenze - wie sie etwa McLaren vorgeschlagen hatte - noch besser gewesen, doch die festgelegten 145 Millionen Dollar sind für Williams akzeptabel. "Es ging um Kompromisse", betont sie. "Es gab die drei Topteams, die ein deutlich höheres Budget haben. Dann hat man ein Mittelfeld, das näher an den 175 ist, und dann die anderen am Ende, die nicht einmal auf 145 kommen."

Daher galt es die Mitte zu finden, auch wenn das Team diese womöglich gar nicht erreichen kann. "Aber es bringt die Decke nach unten. Das sorgt für engeres und besseres Racing und gibt uns die Möglichkeit, dass unser Geschäft nachhaltig ist und erfolgreich sein kann", sagt sie.

Williams bezweifelt, dass es für die Gesellschaft noch akzeptabel ist, wenn die Formel-1-Teams Abermillionen ausgeben, nur um Rennen zu fahren. "Der Sport muss sicherstellen, dass er seine Relevanz innerhalb der Gesellschaft behält", sagt sie.

Mit Bildmaterial von LAT.

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